13 weitere Menschenleben im Sudan verloren – 1.000. Tag des Krieges naht
Der UN‑Sprecher Stéphane Dujarric teilte mit, dass allein am vergangenen Wochenende 13 weitere Menschen im Sudan ums Leben kamen, während das Land dem 1.000. Tag des seit April 2023 andauernden bewaffneten Konflikts entgegenblickt. Die Gewalt konzentriere sich vor allem auf die Regionen Kordofan, wo Zivilisten einem „extremen Risiko“ ausgesetzt seien.
Zunahme der Gewalt in Kordofan
In den Kordofan‑Provinzen, insbesondere in Süd‑ und Nord‑Kordofan, habe die jüngste Eskalation zu massiven Verlusten und Vertreibungen geführt. Laut Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) flohen zwischen dem 31. Dezember und dem 4. Januar fast 1.000 Menschen aus einer Ortschaft in Süd‑Kordofan, während am darauffolgenden Montag rund 2.000 Einwohner aus einer Gemeinde in Nord‑Kordofan vertrieben wurden.
Verdrängungszahlen im Überblick
Seit Ende Oktober bis Ende Dezember wurden nach UN‑Daten etwa 65.000 Menschen aus den Kordofan‑Regionen vertrieben. Insgesamt zählt der Konflikt zu den weltweit größten Vertreibungskrisen, mit über 12 Millionen Menschen, die laut dem UN‑Hilfskoordinationsbüro (OCHA) ihre Heimat verlassen mussten.
UN‑Appell für sofortigen Waffenstillstand
Dujarric forderte ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und den ungehinderten, sicheren Zugang humanitärer Hilfe für die betroffenen Zivilisten. Er betonte, dass der Schutz der Zivilbevölkerung oberste Priorität habe.
Humanitäre Maßnahmen in Khartum
Parallel zu den Appellen unterstützen UN‑Agenturen die Lebensbedingungen in der Hauptstadt Khartum. Das UN‑Entwicklungsprogramm (UNDP) und Partner entfernen Trümmer, schaffen kurzfristige Arbeitsmöglichkeiten und verteilen Medikamente, obwohl die Infrastruktur stark beschädigt sei.
Psychosoziale Unterstützung in Ed‑Damer
Im Nordosten der Hauptstadt, in der Stadt Ed‑Damer, bietet das UNDP psychosoziale Hilfe für Frauen an und ergänzt damit das Angebot an grundlegenden Dienstleistungen für die vom Konflikt betroffenen Familien.
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