Auf der Westküste Mauretaniens kam es zwischen dem 14. und 18. Juli zu einer Reihe von maritimen Zwischenfällen, bei denen 144 Migranten, die Europa erreichen wollten, tot oder vermisst wurden.
Hintergrund der Überfahrt
Die Geflüchteten und Migranten verbrachten 25 Tage auf einem Boot, das von Gambia aus in Richtung der spanischen Kanarischen Inseln fuhr. Die lange Reise verdeutlicht die gefährlichen Bedingungen dieser Atlantikroute.
Rettungsaktionen
UNHCR, nationale Behörden und humanitäre Partner führten zwischen dem 14. und 18. Juli drei Anlandungen durch, bei denen 387 Personen sicher an Land gebracht wurden. Am 18. Juli fand ein Einsatz 38 Überlebende und 143 Tote oder Vermisste. Zu den Überlebenden gehörten zwei Kinder, die ihre Familien auf See verloren hatten.
Gefahren der Atlantikroute
Der Atlantik zwischen Westafrika und den Kanarischen Inseln gilt als einer der tödlichsten Seewege der Welt. Lange Distanzen, unvorhersehbare Meeresbedingungen, überladene und unsichere Boote sowie begrenzte Rettungsoptionen erhöhen das Risiko erheblich.
Statistiken zu Ankünften
Die Ankünfte auf den Kanarischen Inseln sanken im laufenden Jahr um 61 % gegenüber der ersten Jahreshälfte 2025 und lagen bis zum 15. Juli bei 4.400. Auch die Ankünfte nach Europa per See reduzierten sich von 65.407 im Vorjahr auf über 40.000 in diesem Jahr.
Reaktion von UNHCR
UNHCR betont, dass die Vorfälle die anhaltenden Risiken für Geflüchtete und Migranten verdeutlichen. In einer Pressemitteilung forderte die Agentur die Länder auf, schnellere und sinnvollere legale Wege zu schaffen, etwa durch höhere Resettlement-Quoten, mehr Arbeitsmöglichkeiten und Bildungswege.
Aktuelle Rettungszahlen
Seit Jahresbeginn haben 17 Boote mit Migranten in den mauretanischen Städten Nouadhibou und Nouakchott angelegt, wobei insgesamt 2.147 Personen gerettet wurden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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