UN: 22.000 Kinder in Nepal benötigen nach Flutkatastrophe dringend sauberes Trinkwasser
Mehr als 22.000 Kinder in Nepal benötigen nach den verheerenden Überschwemmungen im Bhotekoshi‑Trishuli‑Flusseinzugsgebiet dringend sauberes Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen und Hygienemaßnahmen, teilte der UNICEF-Vertreter am 3. September 2026 mit.
Ausmaß der Zerstörung
Wasserleitungen, Toiletten und weitere Sanitäranlagen wurden in den betroffenen Bezirken stark beschädigt oder vollständig zerstört, wodurch das Risiko von wasserübertragenen und infektiösen Krankheiten stark ansteigt.
Eltern in Sorge
Alice Akunga, UNICEF-Vertreter in Nepal, erklärte, dass jede Elternperson nun mehrfach am Tag entscheiden müsse, wo sie Wasser beziehen und ob es für das eigene Kind sicher sei.
Gesundheitsrisiken laut WHO
Die Weltgesundheitsorganisation warnte, dass Überschwemmungen, Vertreibung, Überbelegung und stehendes Wasser die Ausbreitung von Krankheiten wie Dengue-Fieber und Scrub‑Typhus begünstigen könnten.
Humanitäre Hilfsmaßnahmen
UNICEF hat bereits Wasser‑, Sanitär‑ und Hygienematerialien für rund 19 000 Menschen in den am stärksten betroffenen Bezirken Rasuwa und Nuwakot verteilt, darunter über 3 800 Hygienekits, 3 300 zusammenklappbare 10‑Liter‑Kanister, 3 500 Eimer, 3 500 Ein‑Liter‑Becher, 4 000 Flaschen Wasseraufbereitungslösung und mehr als 1 000 Planen.
Infrastruktur und Todesopfer
Die Flut wurde durch einen Gletscherschlag an der Grenze Nepal‑China am 27. August ausgelöst; internationale Medien berichten von über 1 100 Todesopfern. Straßen, Brücken, Telekommunikationsnetze und Wassersysteme wurden beschädigt, was den Zugang zu betroffenen Gemeinden erschwert.
Auswirkungen auf die Jugend
Mindestens 19 Schulen wurden beschädigt, acht vollständig zerstört, weitere acht nur teilweise. Mehr als 10 000 schulpflichtige Kinder benötigen sofortige psychosoziale Unterstützung und sichere Lernräume. Der 14‑jährige Swostik Paudel aus Nuwakot berichtete, dass er nun mit seiner Familie in einem Notunterkunft lebt und trotz beschädigtem Fußball versucht, ein Stück Normalität zu bewahren.
Wiederaufbau und Resilienz
UNICEF plant, die Notwasserversorgung, Hauswasseraufbereitung, Wasserqualitätskontrollen, temporäre Sanitär- und Handwaschmöglichkeiten sowie Hygienematerialien weiter auszubauen. Akunga betonte, dass die Wiederherstellung sicherer Wasser- und Sanitärsysteme kein Wochenprojekt sei und dass beschädigte Infrastruktur langfristig robust gegenüber zukünftigen Überschwemmungen gestaltet werden müsse.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
Ende der Uebertragung