Gesamtzahl der gemeldeten Fälle
Die Sicherheitsbehörden verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 231 politisch motivierte Straftaten im Unterthemenfeld „Islamfeindlich“. Darunter fielen elf Gewaltdelikte. Die Zahlen stammen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.
Aufschlüsselung nach Tatarten
Nach Angaben der Bundesregierung umfassen die 231 Fälle 89 Straftaten wegen Volksverhetzung, 16 Gewaltdelikte, 13 Fälle von Sachbeschädigung sowie jeweils elf Fälle von Nötigung oder Bedrohung und von der Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen.
Ideologische Zuordnung
Von den gemeldeten Straftaten wurden 194 dem Phänomenbereich „Politisch motivierte Kriminalität – rechts“ zugeordnet, zwölf dem Bereich „Politisch motivierte Kriminalität – ausländische Ideologie“ und 15 wurden unter „sonstige Zuordnung“ geführt.
Ermittlungen und Festnahmen
Insgesamt wurden 127 Tatverdächtige ermittelt, jedoch gab es bislang keine Festnahmen. Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die Zahlen vorläufig sind und aufgrund einer technischen Umstellung noch nicht vollständig an das Bundeskriminalamt gemeldet wurden.
Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Im gleichen Zeitraum erfasste die Antidiskriminierungsstelle des Bundes 178 Fälle von antimuslimischer Diskriminierung. Die meisten Fälle betrafen den Arbeitsmarkt (58) sowie private Dienstleistungen und den Zugang zu Gütern (42).
Vorläufige Datenlage
Die Bundesregierung betont, dass die vorliegenden Zahlen für das Jahr 2026 nicht mit den Vorjahren vergleichbar sind, weil bislang weniger Sachverhalte gemeldet wurden. Weitere Fälle sollen nachgereicht werden.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
Ende der Uebertragung