Angriffszahlen und zivile Opfer
Seit dem Beginn der umfassenden Invasion Russlands in die Ukraine wurden laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 3.205 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen verzeichnet. Die jüngsten nächtlichen Angriffe forderten mindestens 12 zivile Todesopfer und über 65 Verletzte.
Schäden an medizinischen Lagerbeständen
Angriffe auf humanitäre Lagerhäuser haben medizinische Vorräte zerstört, die für Hunderttausende Menschen bestimmt waren. Im Jahr 2026 wurden bereits 20 Angriffe auf Lagerhäuser mit Hilfsgütern registriert, darunter 13 Angriffe auf Einrichtungen, in denen medizinische Versorgung gelagert war.
Humanitäre Lieferungen trotz Gefahr
Dennoch setzten WHO und UN-Partner die Lieferung von Hilfsgütern fort. In diesem Jahr haben neun WHO-Humanitäre Konvois und 22 UN‑inter‑agency Konvois mehr als 50 schwer erreichbare Siedlungen mit Medikamenten, Ausrüstung und anderen medizinischen Gütern versorgt.
Psychische Belastung des medizinischen Personals
Ein aktueller WHO‑Studie zufolge zeigen mehr als ein Viertel der Ärzte und Pflegekräfte Symptome einer depressiven Störung, während ein Fünftel Anzeichen einer Angststörung aufweist. Dr. Jarno Habicht betonte, dass die psychische Belastung der Beschäftigten ein zentrales Problem darstelle.
Unterstützungsprogramme für das Fachpersonal
Zur Entlastung wurden Programme zur psychologischen Ersten Hilfe und Selbstfürsorge in die Ausbildung von Rettungsteams integriert. Über 40 Spezialisten aus 11 Regionen haben diese Schulungen abgeschlossen, und mehr als 700 Fachkräfte aus dem Bereich Primärversorgung und Rehabilitation nahmen an weiterführenden Kursen teil.
Wintervorbereitungen in Gesundheitseinrichtungen
Angesichts des bevorstehenden Winters hat die WHO bereits 30 Heizsysteme in medizinischen Einrichtungen installiert und plant weitere 22 Installationen, um den Betrieb während der kalten Monate zu sichern.
Breitere Angriffsserie und UN‑Aufrufe
UN‑Sprecher Stéphane Dujarric verwies darauf, dass Angriffe auf Hilfslager in diesem Monat mindestens sechs Einrichtungen betroffen haben. Er wiederholte die Mahnung des UN‑Generalsekretärs, sofortige und bedingungslose Waffenstillstände zu erreichen, um die humanitäre Lage zu entschärfen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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