Nach Angaben der Bundesregierung wurden bis zum Jahresende 2024 nach mehr als 197 Millionen Covid‑19‑Impfungen in Deutschland insgesamt 350 868 Verdachtsmeldungen zu Nebenwirkungen registriert, davon 63 909 Fälle, die nach den Kriterien des Arzneimittelgesetzes als schwerwiegend eingestuft wurden.
Zahlen und Definitionen
Die gemeldeten Verdachtsfälle umfassen unerwünschte Reaktionen, die zeitlich in Nähe der Impfung auftraten. Sie gelten jedoch nicht als bestätigte Nebenwirkungen, weil ein kausaler Zusammenhang mit dem Impfstoff nicht zwingend nachgewiesen ist.
Hintergrund der Meldungen
Die Daten stammen aus dem Paul‑Ehrlich‑Institut und wurden im Rahmen einer Antwort (21/4024) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/3755) der AfD‑Fraktion veröffentlicht.
Interpretation der Daten
Die bloße Anzahl der Meldungen liefert keinen Aufschluss darüber, wie viele der gemeldeten Ereignisse tatsächlich durch die Impfung verursacht wurden. Ebenso lässt sich daraus keine Aussage über die Häufigkeit von Nebenwirkungen im Allgemeinen ableiten.
Bedeutung für die Risikobewertung
Die Erfassung der Verdachtsfälle dient der frühzeitigen Identifikation möglicher Risikosignale und ermöglicht, falls erforderlich, die Einleitung von Maßnahmen zur Risikominimierung.
Grenzen des Meldesystems
Die Bundesregierung betont, dass die Meldungen Teil einer Gesamtbewertung von Arzneimitteln seien und allein nicht als geeignete Größe zur Feststellung von Kausalität oder Häufigkeit von Nebenwirkungen verwendet werden können.
Ausblick
Das Meldesystem bleibt aktiv, um die Sicherheit von Impfstoffen kontinuierlich zu überwachen und transparent zu dokumentieren.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
