Die US-Raumfahrtbehörde hat 41 Vorschläge von 37 Unternehmen ausgewählt, um Technologien zu entwickeln, die die langfristige Präsenz auf dem Mond und die bemannte Erkundung des Mars unterstützen sollen. Die Auswahl erfolgte im Rahmen der Ankündigung zur Zusammenarbeit 2025 (ACO) und umfasst Projekte mit einer geplanten Laufzeit von zwölf bis vierundzwanzig Monaten.
ProgrammĂĽberblick
Das ACO-Programm schafft partnerschaftliche Beziehungen zwischen der Behörde und der Industrie, ohne dass finanzielle Mittel ausgetauscht werden. Unternehmen können dabei auf spezialisierte Einrichtungen, Software, Hardware und Experten der Behörde zurückgreifen, um ihre Lösungen sowohl für kommerzielle Märkte als auch für zukünftige Regierungsmissionen zu reifen.
Finanzielle Rahmenbedingungen
Seit dem Start des ersten ACO im Jahr 2015 hat die Behörde mehr als 110 Projekte unterstützt. Der geschätzte Wert der von der Behörde bereitgestellten Ressourcen beträgt rund 30 Millionen Dollar, wodurch zusätzlich etwa 32 Millionen Dollar an Beiträgen der Industrie mobilisiert werden.
Technologie‑Schwerpunkte
Die beauftragten Unternehmen bearbeiten Themenbereiche wie Antriebselemente für Raumtransport, Navigations‑ und Leitungsysteme, Landevorrichtungen, In‑Space‑Servicing, Montage‑ und Fertigungstechnologien sowie Energiemanagement‑Lösungen. Ziel ist es, durch schnelle Entwicklung Schlüsselkompetenzen für kommende Missionen bereitzustellen.
Beispielprojekt: Energieerzeugung
Lockheed Martin wird ein modulares, kompaktes Energiesystem weiterentwickeln, das in den dauerhaft beschatteten Regionen des Mondes kontinuierliche Stromversorgung ermöglichen soll. Das System nutzt drahtlose Energieübertragung mittels Faserlasern und ein wärmeabführendes Raumfahrtsystem für erhöhte Haltbarkeit.
Beispielprojekt: In‑Space‑Logistik
Kall Morris Inc. arbeitet an „Asteria“, einem Zusatznutzlast‑Befestigungssystem, das mittels kontrollierter, nicht‑destruktiver Klebetechnologie an bestehenden und zukünftigen Orbitalplattformen angebracht werden kann. Das Konzept soll Manövrierfähigkeit, Objekterfassung und Satellitenlebensdauer verbessern.
Beispielprojekt: Staubschutz
Moonprint Solutions, ein kleines Unternehmen, entwickelt flexible Isolationsabdeckungen, die kritische Hardware vor abrasivem Mond‑ und Marsstaub schützen. Die anpassungsfähigen Abdeckungen können komplexe Formen von Robotern, Gelenken und Leitungen umhüllen und damit langfristige Oberflächenoperationen unterstützen.
Erwartete Auswirkungen
Die ausgewählten Projekte könnten den kommerziellen Raumfahrtsektor maßgeblich beeinflussen, indem sie neue Märkte erschließen, Kosten senken, die Auswahl an Produkten erweitern und völlig neue Fähigkeiten bereitstellen. Interessierte Unternehmen können weitere Kooperationsmöglichkeiten auf der offiziellen Website der Behörde prüfen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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