UN: 860.000 Rückkehrer nach Konflikt im Süden Libanens, humanitäre Lage bleibt kritisch
Die Vereinten Nationen haben am Dienstag berichtet, dass rund 860.000 Personen, die durch den Konflikt im Süden Libanens vertrieben wurden, in ihre Heimat zurückgekehrt sind, die Lage der Vertreibung und die humanitäre Situation jedoch weiterhin als weit entfernt von einer Lösung beschrieben wird.
Rückkehrende Bevölkerung
Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) haben etwa 860.000 Menschen ihre Häuser wieder betreten, obwohl viele von ihnen noch nicht in ihre eigentlichen Wohnräume zurückkehren konnten, weil diese stark beschädigt sind.
Fortbestehende Vertreibung
Gleichzeitig bleiben nach UN-Zahlen rund 360.000 Personen weiterhin vertrieben, darunter mindestens 22.000 Menschen, die in kollektiven Unterkünften untergebracht sind. Zahlreiche Betroffene wohnen weiterhin in gemieteten Räumen oder bei privaten Gastgebern, während sie auf den Abbau von Trümmern und die Wiederherstellung öffentlicher Dienste warten.
Humanitäre Bedürfnisse
UNHCR‑Sprecher Babar Baloch betonte am Dienstag, dass die humanitären Bedürfnisse nach wie vor erheblich seien: „Weit verbreitete Schäden an Wohnraum, Wasserversorgung, Stromnetzen, Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Landwirtschaft, Land und Gemeinschaftsinfrastruktur behindern die Aussicht auf Erholung.“
Finanzierungslücken
Die inter‑agency Flash Appeal in Höhe von $639.9 Millionen ist nur zu 48 % finanziert. Der spezifische UNHCR‑Einsatz für den Libanon ist zu 24 % finanziert, obwohl ein Gesamtbedarf von $472.3 Millionen für das Jahr 2026 besteht.
Infrastruktur und Versorgung
Mehr als 700.000 Menschen sind nach Angaben der UN weiterhin von Schäden an der Wasserversorgung betroffen. Die Zerstörung von Stromnetzen, Gesundheitseinrichtungen und landwirtschaftlichen Flächen erschwert die Rückkehr und die langfristige Stabilisierung der betroffenen Gemeinden.
Ausblick und weitere Maßnahmen
Die libanesische Regierung stellt Schutzdienste, Unterkünfte, finanzielle Unterstützung und psychosoziale Beratung bereit, unterstützt von humanitären Organisationen, darunter das UNHCR. Trotz dieser Bemühungen bleibt die Finanzierung unzureichend, was die Kapazität zur großflächigen Intervention einschränkt.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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