Kernereignis
Am 30. August wurden zwei Lastwagen mit insgesamt 50 metrischen Tonnen Lebensmittel der World Food Programme (WFP) bei einem Luftangriff außerhalb der Stadt Dilling im sudanesischen Bundesstaat Südkordofan zerstört. Die Ladung umfasste Getreide, gelbe Spalterbsen, Speiseöl und Salz und war für 5 800 Menschen für einen Monat vorgesehen.
Transport und Zielgruppe
Die Lastwagen waren auf dem Weg nach Kadugli, wo das WFP fast 58 000 Menschen unterstützt, die von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sind. Die Fahrzeuge trugen deutlich sichtbare WFP‑Bannern und -Flaggen, um ihre humanitäre Funktion zu kennzeichnen.
Reaktion des World Food Programme
Das WFP verurteilte den Angriff als „unakzeptabel“ und forderte alle Konfliktparteien auf, das humanitäre Völkerrecht zu wahren, insbesondere den Schutz von Zivilisten, Helfern und Hilfsgütern. In einer Stellungnahme hieß es: „Angriffe auf Hilfspersonal und humanitäre Operationen sind inakzeptabel und müssen aufhören.“
Hintergrund des Konflikts
Der Angriff ereignete sich im Kontext des anhaltenden Konflikts zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF), der seit April 2023 andauert. Laut den Vereinten Nationen benötigen rund 30 Millionen Menschen im Sudan humanitäre Hilfe.
Frühere Angriffe auf Hilfsgüter
Seit Jahresbeginn hat das WFP acht Luftangriffe dokumentiert, die seine Einrichtungen beschädigt und den Betrieb gestört haben. Diese Vorfälle verdeutlichen die schwierige Lage, in der humanitäre Akteure im Sudan operieren.
Aufruf zur Einhaltung des humanitären Rechts
Das WFP appellierte erneut an alle Konfliktparteien, die internationalen Regeln zum Schutz von Zivilisten und Hilfsgütern zu respektieren, um weitere Verluste von lebenswichtiger Hilfe zu verhindern.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
Ende der Uebertragung