DRC: Community Dialogues Boost Ebola Response Trust
In der Provinz Ituri, im Gesundheitsbezirk Nyankunde, haben intensive Gespräche mit lokalen Akteuren das Vertrauen der Bevölkerung in die Ebola‑Bekämpfung deutlich erhöht. Seit dem Sommer 2026 wurden mehr als 1 500 Führungspersonen, Behördenvertreter und weitere Einflussnehmer in rund 32 Dialogrunden eingebunden, was zu einer höheren Meldungsrate und dem Ausbleiben von Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen führte.
Hintergrund des Ausbruchs
Der Ausbruch der Bundibugyo‑Virus‑Krankheit (BVD) traf acht von elf Gesundheitsgebieten im Nyankunde‑Bezirk. Gerüchte, Angst vor Behandlungszentren und Vorbehalte gegenüber sicheren Bestattungspraktiken verzögerten Meldungen, Kontaktverfolgung und Fallmanagement. Am 15. und 16. Juli 2026 wurde das Ebola‑Behandlungszentrum in der Nähe des allgemeinen Krankenhauses angegriffen.
Rolle der Gemeindedialoge
Nach Angaben von Étienne Mwere, Beauftragter für Risiko‑ und Gemeinschaftskommunikation des Gesundheitsministeriums, fehlte es an klaren Informationen, was Widerstand hervorrief. Durch regelmäßige Gespräche mit lokalen Führern konnten Missverständnisse ausgeräumt und Akzeptanz für Maßnahmen wie sichere Bestattungen und De‑contamination geschaffen werden.
Stimmen aus der Bevölkerung
Ismael, ein Einwohner von Nyankunde, bestätigte die Existenz der Krankheit, äußerte jedoch, dass Gerüchte über tödliche Injektionen im Behandlungszentrum verbreitet seien. Er betonte, dass ein bekannter Gemeindeführer das Vertrauen der Menschen genieße und bei Aufklärung helfen könne.
Ausbildung von Freiwilligen
Sechzehn Gemeindeführer – je zwei pro betroffenem Gesundheitsgebiet – wurden geschult, um Dialoge zu intensivieren, Warnungen schnell zu melden und die Einhaltung von Hygienemaßnahmen zu fördern. Ihre Aktivitäten umfassen Hausbesuche, Kleingruppengespräche und die Nutzung lokaler Netzwerke.
Messbare Erfolge
Die Zahl der täglichen Gemeinschafts‑Warnungen stieg von unter 11 auf 60 – 70 Meldungen pro Tag, berichtet Dieudonné Ramazani, WHO‑Experte für Risiko‑ und Gemeinschaftskommunikation. Seit Juli wurden keine weiteren Angriffe auf Gesundheitsteams oder Einrichtungen gemeldet.
Engagement vor Ort
Im stark betroffenen Gebiet Sota trat Divine, die zwei Familienmitglieder verlor, freiwillig dem Team für sichere Bestattungen bei. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen betreut sie die Gebiete Basunu, Tekele, Irumu und Sota.
Ausblick
Mit Unterstützung der WHO und Partnerorganisationen soll die Einbindung der Bevölkerung weiter ausgebaut werden, um die Kette der Übertragung zu durchbrechen und das BVD‑Geschehen endgültig zu beenden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von WHO, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
Ende der Uebertragung