Saturns Südpol weist eine bislang unbekannte dezagonale Wolkenformation auf, die kürzlich vom Hubble‑Weltraumteleskop erfasst wurde. Die Beobachtung ergänzt das bereits seit 1987 bekannte hexagonale Muster am Nordpol und liefert neue Hinweise auf die Dynamik der Saturnatmosphäre.
Hintergrund der polaren Wolkenformen
Seit den Durchflügen der Voyager‑Raumsonden in den frühen 1980er‑Jahren ist der sechseckige (hexagonale) Wolkenring am Nordpol des Planeten ein gut dokumentiertes Phänomen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass dieses Muster über mehr als vier Jahrzehnte stabil blieb, was auf langfristige atmosphärische Prozesse hindeutet.
Entdeckung der Südpol-Decagon
Die jüngste Bildkomposition des Hubble‑Teleskops, aufgenommen im Jahr 2025, markiert den Südpol mit einem Kreuz und zeigt ein zehnseitiges (dezagonales) Muster, das besonders in den dunklen inneren Bereichen ausgeprägt ist. Das Bild wurde von Astronomen der NASA, der ESA und des Space Telescope Science Institute (STScI) verarbeitet.
Mögliche physikalische Erklärung
Forscher vermuten, dass die geometrischen Grenzen durch Wellen entstehen, wenn schnell strömendes Gas weiter vom Pol entfernt auf langsamer rotierendes Gas näher am Pol trifft. Solche Interaktionen könnten die Bildung regelmäßiger polygonaler Strukturen begünstigen, wobei die unterschiedliche Seitenzahl auf variierende Geschwindigkeitsgradienten hinweisen könnte.
Stabilität und zukünftige Forschung
Während das nördliche Hexagon bereits über 40 Jahre hinweg stabil blieb, bleibt die Langlebigkeit des südlichen Decagons offen. Die wissenschaftliche Gemeinschaft plant weitere Beobachtungen mit Hubble sowie mit dem James‑Webb‑Weltraumteleskop, um die Entwicklung des Musters zu verfolgen und mögliche Veränderungen zu dokumentieren.
Bildmaterial und weitere Informationen
Das veröffentlichte Bildmaterial ist auf der offiziellen NASA‑Website verfügbar und enthält detaillierte Beschriftungen, die das dezagonale Muster hervorheben. Interessierte Leser können zusätzliche Erklärungen und technische Daten im entsprechenden APOD‑Eintrag nachlesen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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