International: Rekordzahl von Angriffen auf Bildungseinrichtungen gefährdet Millionen Kinder
Ein neuer Bericht der internationalen Hilfsorganisation Education Cannot Wait weist darauf hin, dass im Zeitraum 2024‑2025 mindestens 9.259 Angriffe auf Bildungseinrichtungen verzeichnet wurden, wobei mehr als 3.600 dieser Angriffe Schulen betrafen. Die Angriffe führten zu einer über 50 %igen Steigerung gegenüber den Vorjahren und betrafen rund 258 Millionen Kinder in 87 Ländern, die schwere Lernunterbrechungen erleiden.
Statistiken zu den Angriffen
Laut dem Bericht wurden in den 28 untersuchten Ländern insgesamt 10.600 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte getötet, verletzt oder entführt. Gleichzeitig habe sich die militärische Nutzung von Schulen fast verdoppelt. UNESCO betont, dass fast acht von zehn Kindern, die von Krisen betroffen sind, in lediglich 20 Ländern leben, wobei 74 Millionen von ihnen keinen Schulplatz haben.
Stimmen aus der Bildungshilfe
„Wenn ein Kind über Jahre hinweg vom Schulbesuch ausgeschlossen wird, führt das zu sofortigen und tiefgreifenden Folgen: vergessene Lese‑ und Schreibfähigkeiten, verlorene Routinen und eine Zukunft, die von Rekrutierern oder Menschenhändlern bestimmt wird, statt von Lehrkräften“, erklärt Maysa Jalbout, Direktor von Education Cannot Wait. Er betont, dass Bildung in Notlagen nicht nur das Schulfach selbst, sondern auch Sicherheit, Stabilität und ein normales Alltagsleben für die vulnerabelsten Kinder bietet.
Internationale Reaktionen
UNESCO fordert alle Konfliktparteien auf, das humanitäre Völkerrecht zu respektieren und Bildungseinrichtungen von Angriffen auszunehmen. Die UN‑Daten zeigen, dass 2025 insgesamt 24.174 Kinder von schweren Verstößen betroffen waren, darunter 14.224 Opfer von Tötungen und Verstümmelungen. Die meisten Verstöße wurden erstmals von staatlichen Truppen begangen.
Der Bericht hebt zudem hervor, dass 74 % der Flüchtlingskinder, 52 % der Binnenvertriebenen und 45 % der Kinder mit Behinderungen von Schulabbrüchen betroffen sind, was die bestehenden Bildungsbarrieren weiter verschärft.
Im Rahmen der Kampagne „Hope Starts Here“ fordert Education Cannot Wait 600 Millionen US‑Dollar, um zehn Millionen Kindern in den schwierigsten Regionen der Welt den Zugang zu sicherer und qualitativ hochwertiger Bildung zu ermöglichen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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