Hintergrund
Suizid zählt weltweit zu den häufigsten Ursachen vorzeitiger Sterblichkeit und stellt ein zentrales Gesundheitsproblem für Jugendliche und junge Erwachsene dar. In den Vereinigten Staaten weisen die Populationen der amerikanischen Indianer und Alaska‑Ureinwohner die höchsten Suizidraten aller ethnischen Gruppen auf, wobei Suizid zu den führenden Todesursachen bei deren Jugendlichen gehört.
Zielsetzung
Der Review soll erstmals die vorhandene Literatur zu Suizidversuchen und nicht tödlicher Selbstverletzung in dieser Bevölkerungsgruppe zusammenführen und dabei Risikofaktoren auf mehreren Ebenen, die angewandten Methoden und die klinische Schwere der Ereignisse beleuchten.
Methodik
Die Forscher planen, die Datenbanken MEDLINE via PubMed, Embase, PsycINFO, CINAHL und die Web of Science Core Collection von Beginn an zu durchsuchen. Beobachtungs‑ und epidemiologische Studien, die nicht tödliche Selbstverletzungen oder Suizidversuche bei AI/AN‑Jugendlichen berichten, werden berücksichtigt. Zwei Reviewer (AS & YZ) werden die Studien unabhängig voneinander auswählen, Daten extrahieren und die methodische Qualität mit den Joanna‑Briggs‑Institute‑Bewertungsinstrumenten prüfen.
Analyseverfahren
Eine narrative Synthese wird erstellt; wo Daten homogen genug sind, wird eine Random‑Effects‑Meta‑Analyse durchgeführt. Die Sicherheit der Evidenz wird mit dem GRADE‑Ansatz bewertet.
Erwartete Ergebnisse
Der Review soll ein integriertes Bild multileveliger Risikofaktoren, methodenspezifischer Letalität und klinischer Schwere liefern. Die Ergebnisse werden voraussichtlich dazu beitragen, kulturell angepasste Präventionsstrategien zu entwickeln und die Planung von Tribal‑ und Indian‑Health‑Service‑Programmen zu unterstützen.
Bedeutung für Prävention und Gesundheitspolitik
Durch die Identifikation von Risikofaktoren und lethalen Methoden können Gesundheitsbehörden gezielte Interventionen entwerfen, um die bestehenden Ungleichheiten bei Suizidversuchen zu verringern und die öffentliche Gesundheit von AI/AN‑Jugendlichen zu stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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