Eine Notfallsitzung des UN‑Sicherheitsrates wurde für Dienstag, den 15. September, um 15:00 Uhr (NY‑Zeit) anberaumt, um die eskalierende Gewalt im Jemen zu erörtern. Die Sitzung richtet sich insbesondere auf die strategisch wichtige Schifffahrtsroute Bab el‑Mandeb, die durch die jüngsten Kampfhandlungen stark gefährdet ist.
Hintergrund der Kampfhandlungen
Seit Anfang August kämpfen die von Saudi‑Arabien unterstützten Regierungstruppen gegen die von Iran unterstützten Houthi‑Milizen. Laut Angaben des UN‑Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) haben die Auseinandersetzungen in Aden, Al‑Hodeidah, Abyan und Ta’iz zu einer breiten Vertreibung von Zivilisten geführt.
Entwicklung im Bab el‑Mandeb
Die Houthi‑Milizen haben in der vergangenen Woche mehrere Inseln im Bab el‑Mandeb besetzt, was die militärischen Operationen in der Meerenge weiter anheizt. Der UN‑Sicherheitsrat sieht hierin ein Risiko für den internationalen Warenverkehr und für humanitäre Lieferungen.
Humanitäre Lage vor Ort
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet seit dem 6. August 2.883 Tote und berichtet, dass sieben Gesundheitseinrichtungen in den letzten zehn Tagen beschädigt, außer Betrieb genommen oder direkt getroffen wurden. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) gibt an, dass 93.864 Menschen neu vertrieben wurden.
Flucht nach Dschibuti
Durch die zunehmenden Kämpfe an der Westküste Jemens suchen Tausende Menschen über die Bab el‑Mandeb‑Strecke Zuflucht in Dschibuti, wie das UN‑Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) bestätigt.
Auswirkungen auf humanitäre Hilfe
Fast die Hälfte der 41 Millionen Einwohner Jemens benötigen dringend Unterstützung, während die akute Hungersnot weiter ansteigt. Die anhaltende Unsicherheit erschwert die Bereitstellung von Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung.
Ausblick
Der Sicherheitsrat wird in der Dringlichkeitssitzung mögliche Maßnahmen diskutieren, um die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten und den humanitären Zugang zu erleichtern. Beobachter betonen, dass ein Fortbestehen der Gewalt die humanitäre Lage weiter verschärfen könnte.
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