Starkes Wirtschaftswachstum und niedrige Arbeitslosigkeit
Die Region Khabarovsk verzeichnet ein robustes Wirtschaftswachstum: Das Bruttoinlandsprodukt liegt über 1,7 Billionen Rubel und soll bis 2026 1,9 Billionen Rubel erreichen. Die Industrieproduktion lag 2025 bei 118,2 Prozent des Vorjahreswertes, während die Arbeitslosenquote mit einem Prozent deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt liegt. Der Export hat sich verdoppelt, und die Steuer‑ und nichteinnahmebezogenen Haushaltseinnahmen stiegen um 20 Prozent in absoluten Zahlen.
Signifikante Steigerungen in Schlüsselbranchen
Die Mineralproduktion entwickelte sich stark: Die Kupfer‑Konzentratsproduktion wuchs um 330 Prozent, die Zinnproduktion um 40 Prozent und die Goldproduktion um 20 Prozent. Der Bausektor legte ein Wachstum von 152,3 Prozent hin, während der Güterverkehr um 105,9 Prozent zurückging. Die Industrie insgesamt verzeichnete einen Zuwachs von 1,3 Prozent im Berichtsjahr.
Forschung, Entwicklung und neue Technologien
In Zusammenarbeit mit der Russischen Akademie der Wissenschaften wurde ein regionales Programm für wissenschaftliche und technologische Entwicklung aufgelegt. Ein Register von Forschungs‑ und Entwicklungsprojekten ist bereit für die Umsetzung. Zu den vorgestellten Projekten zählen satellitengestützte Flächendiagnostik, die bis zu 96 Prozent der Erdoberfläche aus dem All erfasst, neue Verfahren in der Erzgewinnung, Flugzeugtechnik, biokompatible Implantatbeschichtungen sowie Medikamente auf Basis von Pflanzen des Fernen Ostens. Zudem wurde eine neue Sojabohnensorte, Khabarovsk Jubilee, mit einem Ertrag von 4 800 kg pro Hektar und hohem Proteingehalt entwickelt.
Industrie‑ und High‑Tech‑Cluster
Die Region produzierte 2025 rund 100 000 unbemannte Luftfahrtsysteme (UAVs) und plant für das laufende Jahr 330 000 Stück. Die Lokalisierung liegt bei 80 Prozent. Es wurden Mikroelektronik‑Komponenten, Leiterplatten und eine Batteriefertigungsstraße in Betrieb genommen. Ein Forschungs‑ und Produktionszentrum für unbemannte Luftfahrtsysteme steht kurz vor der Eröffnung, und ein High‑Tech‑Cluster, das auf lokalen Wissenschaftlern basiert, wurde etabliert.
Schiffbau, Wasserwege und internationale Anbindung
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Schiffbau, insbesondere im Amur‑Becken. Die Wirtschaft der Region orientiert sich verstärkt an den Ländern des Asien‑Pazifik. Ein neues Schifffahrtsprogramm sieht die Modernisierung von Frach‑, Passagier‑ und Hilfsschiffen vor. Die Region verfügt über fast 7 000 km Wasserwege, davon 3 500 km schiffbar, und strebt die Wiederaufnahme von grenzüberschreitenden Güter‑ und Personenverkehr mit China entlang des Amur an – ein Weg, der viermal günstiger ist als der Schienenverkehr. Der Ausbau von Werften und Trockendocks wird vorangetrieben, da im Jahr 2024 über 70 Prozent der Schiffe im Ausland repariert wurden, während die vorhandenen Trockendocks den Bedarf um das Drei‑ bis Vierfache unterschreiten.
Städtebauliche Sanierung und kulturelle Projekte
Der Gouverneur stellte mehrere städtebauliche Maßnahmen vor: Die Renovierung historischer Gebäude, die Umwandlung eines Denkmals in ein Jugendfreizeitzentrum, ein Schießsportkomplex mit 200‑Meter‑Schießbahn sowie Sportanlagen für Volleyball, Gewichtheben und Ringen. Das Amur‑Kliff‑Gebäude, ein regionales Wahrzeichen, wurde zu einem Museum und Ausstellungskomplex umgebaut. In Komsomolsk‑on‑Amur laufen Fassadenrenovierungen und die Wiederherstellung zweier Kulturzentren, Sudostroitel und Stroitel, auf. Das Programm „Tausend Höfe“ verbessert öffentliche Plätze nach den Vorgaben der Bewohner.
Stellungnahme des Präsidenten
Präsident Putin betonte, dass die vorgestellten Maßnahmen weiter vorangetrieben werden müssen, um die wirtschaftliche und technologische Souveränität der Region zu stärken.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Kremlin, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 oder vergleichbare staatliche Open-Data-Lizenz. Hinweis: Internationale Berichterstattung aus staatlichen Quellen.
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