In seiner Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 22. September 2026 betonte der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, dass die UN wieder zu einem „Tempel des Friedens“ werden müsse, um die drängendsten globalen Herausforderungen zu bewältigen.
Kritik am Sicherheitsrat
Der Präsident kritisierte die anhaltende Handlungsunfähigkeit des Sicherheitsrats, insbesondere die häufige Nutzung des Vetorechts durch die ständigen Mitglieder, und bezeichnete die Situation als Geiselhaft der internationalen Gemeinschaft.
Globale Konflikte
Lula verwies darauf, dass das Vorjahr die höchste Zahl an bewaffneten Konflikten seit dem Zweiten Weltkrieg verzeichnete, und forderte ein frühzeitiges Eingreifen, um regionale Auseinandersetzungen vor einer Eskalation zu bewahren.
Situation im Nahen Osten
Bezüglich des Nahost-Konflikts wies der Präsident darauf hin, dass „Generationen von Palästinensern“ weiterhin unter den Folgen von Gewalt und Siedlungsexpansion im Westjordanland leiden, was eine Zwei‑Staaten‑Lösung weiter erschwere.
Russland‑Ukraine‑Krieg
Der brasilianische Staatschef betonte, dass der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine weder Sieger noch langfristige Stabilität bringe und forderte ein Ende der Kampfhandlungen.
Innenpolitische Maßnahmen
Im nationalen Kontext hob Lula Erfolge im Kampf gegen Hunger sowie die Verabschiedung eines neuen Gesetzes zur Bekämpfung von Korruption und organisierter Kriminalität hervor, das zu Rekordbeschlagnahmungen von Drogen, Vermögenswerten und illegalen Geldern geführt habe.
Umwelt und Wissenschaft
Der Präsident warnte vor der Verbreitung von Desinformation zum Klimawandel und betonte, dass wirtschaftliche Entwicklung nur im Einklang mit dem Umweltschutz erfolgen könne.
Technologie und Regulierung
Lula forderte strengere Regelungen für große Technologieunternehmen und Künstliche Intelligenz, um einem unkontrollierten Wettlauf ohne ethische Leitplanken entgegenzuwirken.
Schlussappell
Abschließend erinnerte der Präsident an die historische Rolle der UN bei Dekolonisation, Menschenrechten, nachhaltiger Entwicklung sowie dem Schutz von Migranten und Flüchtlingen und appellierte an die Mitgliedstaaten, den politischen Willen zu finden, die UN erneut zu einem „Tempel des Friedens“ zu machen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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