USA: Studie aus Japan zu Radfahren und Schwangerschaft
Eine aktuelle Studie hat untersucht, wie häufig das Fahrrad von schwangeren Patient als Verkehrsmittel genutzt wird und welche Risiken damit verbunden sind. Dabei wurden 1.130 Patient im 37. Schwangerschafts‑ bzw. Gestations‑woche an 14 Entbindungs‑einrichtungen in Japan im Jahr 2024 befragt.
Rückgang der Fahrradnutzung
Vor der Schwangerschaft gaben 80,8 % der befragten Patient an, regelmäßig mit dem Fahrrad zu fahren. Während der Schwangerschaft sank dieser Anteil auf 51,2 % (p < 0,001). Trotz des Rückgangs setzten ein Drittel (34,2 %) das Radfahren bis zur 37. Woche fort.
Erhebungsmethode
Die anonymisierte Befragung erfolgte über einen QR‑Code, der zu einem Google‑Forms‑Fragebogen führte. Eingeschlossen wurden nur Patient, die ein Fahrrad besaßen und zum Zeitpunkt der Befragung in der 37. Schwangerschaftswoche waren.
Unfall‑ und Verletzungsrate
Von den 579 Patient, die während der Schwangerschaft radelten, fielen 21 (3,6 %) vom Fahrrad, wobei 15 Verletzungen erlitten. Zusätzlich waren acht Patient (1,4 %) in einen Fahrradunfall verwickelt, von denen vier verletzt wurden. Die Vorfälle traten unabhängig vom Gestationsalter auf.
Erhöhtes Risiko bei häufigem Radfahren
Die logistische Regressionsanalyse zeigte, dass Patient, die ≥ 5 Tage pro Woche radelten, ein signifikant höheres Risiko für Stürze hatten (Odds Ratio = 3,17).
Schlussfolgerungen und Empfehlungen
Die Studie belegt, dass das Radfahren während der Schwangerschaft deutlich zurückgeht und dass schwere Unfälle selten sind. Dennoch sollten Patient, die häufig radeln, besondere Vorsicht walten lassen, um Stürze zu vermeiden. Die Förderung sicherer Radfahrpraktiken und das Tragen von Helmen werden empfohlen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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