UN: UN‑Sicherheitsrat diskutiert anhaltende Gewalt und Ebola‑Krise in der DR Kongo
Die Vereinten Nationen haben am Dienstag in New York eine Sitzung des Sicherheitsrates abgehalten, in der die anhaltenden Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo und die schwerste Ebola‑Epidemie des Landes thematisiert wurden. Die Diskussion konzentrierte sich auf die Überwachung von Waffenstillständen, die Spannungen zwischen der DR Kongo und Ruanda sowie die humanitäre Lage.
Gewalt im Osten
Im Osten des Landes setzen sich Auseinandersetzungen zwischen den Streitkräften der Regierung und den M23‑Rebellen fort, obwohl im vergangenen Jahr mehrere Friedensabkommen unterzeichnet wurden. Laut Angaben der Regierung seien seit Juni mehr als 300 Personen in von Ruanda unterstützten Gebieten getötet worden; Ruanda weist diese Vorwürfe zurück.
Friedensabkommen
Im Dezember 2025 unterzeichneten die DR Kongo und Ruanda die Washington‑Accords, während die Regierung von Kinshasa und die M23‑Rebellen bereits im November 2025 das Doha‑Friedensrahmenwerk vereinbarten. Beide Dokumente sehen ein Ende der Feindseligkeiten und die Einrichtung von Beobachtungsmissionen vor.
Opferzahlen und Vorwürfe
Die Regierung meldete, dass in den Monaten Juni und Juli mehr als 300 Menschen in den umkämpften Regionen ums Leben kamen. Ruanda hat die Vorwürfe bestritten und betont, dass seine Truppen nicht an den Kämpfen beteiligt seien.
Rückführung von Kämpfern
Am 8. September wurden 120 ehemalige FDLR‑Kämpfer, weitere ausländische Ex‑Kämpfer sowie deren Angehörige nach Ruanda repatriiert. Die Rückführung erfolgte im Rahmen bilateraler Abkommen zur Stabilisierung der Grenzregionen.
Ebola‑Epidemie
Die Ebola‑Ausbruch hat bis zum 26. September sieben Provinzen erreicht, mit mehr als 8 000 bestätigten Infektionen und 3 901 Todesfällen. Die Zahlen machen den Ausbruch zur bislang schwersten Gesundheitskrise in der Geschichte der DR Kongo.
Mandat von MONUSCO
Der Friedenssicherungsauftrag der UN‑Mission MONUSCO steht im Dezember zur Verlängerung an. Die Vertreter des Rates betonten die Notwendigkeit, das Mandat an die aktuelle Sicherheits‑ und Gesundheitssituation anzupassen.
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