Quelle beachten: Studie zu kardiometabolischen Erkrankungen bei informellen Arbeitern in Ghana
Eine aktuelle Querschnittstudie hat die Häufigkeit von kardiometabolischen Erkrankungen bei 948 informellen Arbeitern im Metropolgebiet Cape Coast, Ghana, ermittelt. Die Untersuchung umfasste Händler, Fischer, Handwerker, Landwirte und Fahrer und sammelte demografische, lebensstilbezogene, anthropometrische sowie biochemische Daten nach standardisierten Verfahren.
Prävalenz der wichtigsten Erkrankungen
Die Analyse ergab, dass 45,46 % der Befragten als fettleibig, 40,19 % als hypertensiv, 29,54 % als prädiabetisch und 13,40 % als diabetisch eingestuft wurden. Diese Werte verdeutlichen ein deutlich erhöhtes Krankheitsbild im Vergleich zu nationalen Durchschnittswerten.
Alters- und Geschlechtsverteilung
Personen im mittleren Alter (45–59 Jahre) wiesen die höchsten Raten auf. Darüber hinaus waren Personen beider Geschlechter betroffen, wobei die Belastung bei Personen des weiblichen Geschlechts leicht überlagert.
Diagnostische Heterogenität
Die Studie zeigte eine erhebliche Diskrepanz zwischen den verschiedenen Diagnosekriterien. Nur 9,28 % der fettleibigen Personen und 2,36 % der diabetischen Personen erfüllten alle angewandten Kriterien, was auf eine diagnostische Uneinheitlichkeit hinweist.
Identifizierte Risikofaktoren
Multivariate Analysen ergaben mehrere signifikante Assoziationen: Das Fehlen von Kindheitsfettleibigkeit reduzierte die Odds für Fettleibigkeit (aOR = 0,43, 95 % CI 0,30–0,61), Diabetes (aOR = 0,64, 95 % CI 0,42–0,99) und Hypertonie (aOR = 0,63, 95 % CI 0,46–0,88). Personen im Alter von ≥ 60 Jahren hatten ein erhöhtes Risiko für Fettleibigkeit (aOR = 2,54, 95 % CI 1,51–4,32) und Hypertonie (aOR = 4,82, 95 % CI 3,06–7,68). Geringe körperliche Aktivität war mit Hypertonie assoziiert (aOR = 1,73, 95 % CI 1,16–2,62), während erhöhte Triglyceridwerte das Risiko für Diabetes (aOR = 2,16, 95 % CI 1,21–3,75) und Hypertonie (aOR = 1,84, 95 % CI 1,13–3,04) steigerten.
Implikationen und Handlungsempfehlungen
Die Ergebnisse unterstreichen den dringenden Bedarf an geschlechtsspezifischen und berufsbezogenen Präventionsprogrammen sowie an angepassten diagnostischen Leitlinien, die die Heterogenität der Befunde berücksichtigen. Lebenslange Präventionsstrategien und kontextspezifische Interventionen könnten dazu beitragen, das Risiko kardiometabolischer Erkrankungen in informellen Arbeitssektoren von Ländern mit mittlerem Einkommen zu senken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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