USA: Pazifische Tropenstürme 2026 – Rekordhafte Aktivität und schwere Folgen
Im September 2026 erreichte die tropische Sturmaktivität im nordöstlichen und zentralen Pazifik ein Rekordniveau: Bis zum 28. September wurden 20 benannte Stürme registriert, davon neun mit Hurrikanstärke, während der langjährige Durchschnitt zu diesem Zeitpunkt bei 13,5 benannten Stürmen und 7,4 Hurrikanen liegt.
Aktuelle Sturmstatistik
Die Zahlen stammen vom National Hurricane Center (NHC) und werden durch Daten von Colorado State University bestätigt, die eine mehr als doppelt so hohe akkumulierte Zyklonenergie im Vergleich zum Normalwert ausweisen. Die hohe Aktivität ist eng mit dem seit Juni laufenden El Niño verbunden, das warme Oberflächentemperaturen und geringe Windscherung im Pazifik begünstigt.
Intensivierung von Hurrikan Polo
Hurrikan Polo erreichte am 22. September eine Kategorie‑5‑Stufe, nachdem er über ungewöhnlich warmes Wasser hinweggezogen war. Vor dem ersten Landfall am 28. September in Baja California Sur hatte er bereits stark an Intensität verloren und traf dort vermutlich als Kategorie‑2‑Sturm. Eine zweite Landung erfolgte am 29. September nahe Guaymas, wobei das NHC weiterhin gefährliche Winde, Sturmflut und starke Regenfälle prognostizierte.
Auswirkungen auf Hawaii und Mexiko
Hurrikan Nolo brachte auf den Inseln Maui und Hawaiʻi mehr als 30 cm Regen, was zu überfluteten Straßen, umgestürzten Bäumen und Erdrutschen führte. Obwohl Nolo keinen Landfall machte, verursachte er erhebliche Schäden. Parallel dazu traf Hurrikan Polo die mexikanische Halbinsel, während Tropensturm Rachel und das post‑tropische Zyklon Odalys weitere gefährliche Bedingungen entlang der mexikanischen Küste und im Südwesten der USA auslösten.
Zusammenhang mit El Niño
Wissenschaftler betonen, dass das gegenwärtige El Niño‑Muster – warme äquatoriale Gewässer und niedrige Windscherung – die Entstehung und Verstärkung tropischer Stürme begünstigt. Modellrechnungen prognostizieren für die kommenden Wochen eine Fortsetzung der intensiven Sturmaktivität im Pazifik.
Reaktion der Behörden
Das NASA Disasters Program arbeitet gemeinsam mit FEMA an der Unterstützung der staatlichen Behörden Hawaiis. Über ein Open‑Access‑Mapping‑Portal werden aktuelle Karten und Datenprodukte bereitgestellt, um die Einsatzkräfte zu informieren.
Langfristige Perspektiven
Forscher warnen, dass steigende Meerestemperaturen und veränderte atmosphärische Bedingungen die Häufigkeit starker Pazifikstürme langfristig erhöhen könnten. Weitere Beobachtungen und Modellanalysen werden notwendig sein, um die Risiken für Küstenregionen genauer zu bewerten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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