Am 23. September hat die Europäische-Chinesische SMILE-Mission (Solar wind Magnetosphere Ionosphere Link Explorer) den offiziellen Start des Wissenschaftsbetriebs angekündigt, nachdem die In‑Orbit‑Inbetriebnahme seit dem Start am 19. Mai und dem Erreichen der Zielumlaufbahn am 20. Juni abgeschlossen war.
Inbetriebnahme und Systemtests
Seit dem 20. Juni haben europäische und chinesische Teams Mechanismen ausgefahren, Geräte hochgefahren, die Kommunikation zwischen Satellit und Bodenstation geprüft und aufgetretene Probleme behoben, um die volle Funktionsfähigkeit des Raumfahrzeugs sicherzustellen.
Wissenschaftliche Instrumente
Die Mission nutzt vier Instrumente – den Soft‑X‑Ray‑Imager (SXI), den Ultraviolet Aurora Imager (UVI), ein Magnetometer (MAG) und einen Light‑Ion‑Analyser (LIA) – um die Wechselwirkungen zwischen Sonnenwind und Erdmagnetfeld, geomagnetische Stürme und das Weltraumwetter zu untersuchen.
Erste Daten von UVI
Das UVI‑Instrument hat am 24. Juli 2026 erstmals ultraviolette Aufnahmen des Nordlichtrings aufgenommen. Die Kamera kann Aufnahmen bis zu 45 Stunden am Stück aufzeichnen und zeigte bereits Störungen im Magnetfeld, die durch einen Sonnenwindstoß verursacht wurden.
Erste Bilder des SXI
Der europäische SXI‑X‑Ray‑Imager hat ebenfalls erste Bilder aufgenommen, wobei bei Blick auf die Erde zu viel Streulicht detektiert wurde. Durch Software‑Updates und Anpassungen der Bildeinstellungen soll das Problem bis Mitte Oktober weitgehend behoben sein, sodass dann Aufnahmen des Magnetopauses und der Nordpol‑Kuppe möglich werden.
Kooperationsstruktur
ESA stellt das Nutzlastmodul, den SXI, die Trägerrakete sowie Integrations‑ und Testeinrichtungen bereit. Die Chinesische Akademie der Wissenschaften liefert die übrigen drei Instrumente und das Raumfahrzeug selbst und übernimmt den Betrieb im Orbit. Die enge Zusammenarbeit soll kontinuierlich hochwertige Daten für Wissenschaftler weltweit liefern.
Dokumentarfilm „Let’s Smile“
Ein neuer Dokumentarfilm fasst die Entwicklungsphase von Juni
Ende der Uebertragung