USA: Internationale Partner starten Test für Mond-Landwirtschaft
Ein internationales Konsortium aus den USA, Kanada und Deutschland hat eine Absichtserklärung unterzeichnet, um koordinierte Vorarbeiten für einen erdgebundenen Demonstrator zu beginnen. Ziel ist es, die Grundlagen für den Anbau von Nutzpflanzen auf dem Mond zu erforschen, um zukünftige Langzeitmissionen zu unterstützen.
Ziel des Lunar Agriculture Module‑Ground Test Demonstrators
Der Lunar Agriculture Module‑Ground Test Demonstrator (LAM‑GTD) soll die Technologien entwickeln, die nötig sind, um Raum‑Kulturen unter atmosphärischen Bedingungen zu kultivieren, die den erwarteten Umgebungen einer Mondbasis entsprechen. Dabei werden Faktoren wie Luftzusammensetzung, Druck und Temperatur kontrolliert, um die Leistungsfähigkeit der Pflanzen zu prüfen.
Durch die gewonnenen Erkenntnisse sollen zukünftige Mondbasen mit einer eigenen Nahrungsproduktion ausgestattet werden, wodurch Astronauten mit frischen Lebensmitteln versorgt und die Ernährungspalette erweitert werden kann.
Wissenschaftliche und technische Vorteile
Space‑Crops können Kohlendioxid absorbieren, Sauerstoff produzieren und Wasser recyceln, wodurch sie zur Lebenserhaltung in geschlossenen Systemen beitragen. Diese Eigenschaften werden zunehmend wichtig, je weiter menschliche Missionen vom Planeten Erde entfernt operieren.
Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf der Nutzung hyperspektraler Kameras zur Bewertung des Pflanzenzustands. Am 17. April 2023 justierte der Horticulture‑Wissenschaftler Blake Costine Feuchtigkeitssensoren im Advanced Plant Imaging‑Projekt im Kennedy Space Center, um präzise Messungen zu ermöglichen.
Ausblick auf zukünftige Missionen
Die Zusammenarbeit soll über den Demonstrator hinausgehen und die Infrastruktur für eine dauerhafte menschliche Präsenz am Südpol des Mondes schaffen. Langfristig unterstützt das Projekt die Vorbereitung von bemannten Missionen zum Mars, indem es die Versorgung mit frischen Lebensmitteln und die Ressourcenkreisläufe verbessert.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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