NASA ruft Interessierte dazu auf, bei der Identifizierung von überlappenden Galaxienpaaren zu helfen, um den interstellaren Staub besser zu verstehen. Das Projekt „Overlap Zoo“ nutzt die Mithilfe von Freiwilligen, um ein umfangreiches Katalog von Galaxienüberlagerungen zu erstellen, die für Staubstudien geeignet sind.
Hintergrund zu überlappenden Galaxien
Wenn aus der Sicht der Erde zwei Galaxien nahezu exakt übereinander liegen, wirkt die weiter entfernte Galaxie wie ein kosmischer Lichtstrahl, der durch die näher liegende Galaxie scheint. Der von Staub verursachte Schatten lässt sich in den Aufnahmen abbilden und liefert Hinweise darauf, wie Staub Licht absorbiert, streut und dimmt.
Solche Konstellationen sind selten, ermöglichen aber die direkte Messung von Staubverteilungen, die sonst nur schwer zu erfassen sind. Die gewonnenen Daten können zudem die Distanzbestimmung zu fernen Objekten präzisieren.
Mitmachen im Overlap Zoo
„Mit jeder neuen Beobachtung wird es für Forscher immer schwieriger, alle potenziellen Galaxienpaare zu klassifizieren“, erklärt Trevor Butrum, Projektleiter und Graduate Student. „Die Hilfe von Freiwilligen ist entscheidend, um den umfassendsten und saubersten Katalog zu erstellen.“
Freiwillige erhalten Zugriff auf Bildmaterial, das bereits von der Galaxy‑Zoo‑Community vorab markiert wurde. Sie prüfen, ob tatsächlich eine Überlappung vorliegt, beschreiben zentrale Merkmale beider Galaxien und zeichnen deren Konturen nach. Keine Vorkenntnisse sind nötig; eine kurze Einweisung führt in die Arbeit ein.
Wissenschaftliche Ziele
Der resultierende Katalog soll als Grundlage für detaillierte Staubstudien dienen und die Genauigkeit astronomischer Modelle erhöhen. Langfristig kann das Projekt dazu beitragen, das Verständnis von Sternentstehungsprozessen und der Entwicklung von Galaxien zu vertiefen.
Interessierte können das Projekt über die offizielle Overlap‑Zoo
Ende der Uebertragung