Aktuelle Kämpfe und ihre Folgen
In Baidoa, der größten Stadt des Südweststaates Somalias, haben sich am Montag heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Anhängern des abgesetzten Regionalpräsidenten wieder entfacht. Laut UN Children’s Fund (UNICEF) wurden dabei mehrere Kinder getötet oder verletzt. Die Angriffe haben zudem ein Gesundheitszentrum beschädigt, wie UNICEF und weitere humanitäre Organisationen bestätigen. Die Armee versucht, die Kontrolle über die Stadt zu behalten, nachdem sie diese Anfang des Jahres eingenommen hatte.
Humanitäre Lage und Wetterbedingungen
Der Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund einer langjährigen humanitären Krise. UN‑Organisationen berichten, dass in ganz Somalia etwa zwei Millionen Kinder akut oder schwer unterernährt sind, und dass in Baidoa allein 26 000 Menschen von einer katastrophalen Nahrungsmittelunsicherheit betroffen sind – das höchste Niveau auf der Hungerskala. Das aktuelle El‑Niño‑Phänomen soll die Regenzeit von Oktober bis Dezember intensivieren und damit die Gefahr einer Hungersnot erhöhen.
Finanzielle Engpässe beim WFP
Die Weltbank‑Organisation World Food Programme (WFP) weist darauf hin, dass die finanzielle Unterstützung stark zurückgegangen sei. Während die WFP früher mehr als vier Millionen Menschen monatlich versorgen konnte, reicht die aktuelle Hilfe nur für etwas über 670 000 Personen. Hameed Nuru, Länderdirektor des WFP in Somalia, erklärt, dass die Finanzierungslücken zu schwierigen Entscheidungen führen, wer Unterstützung erhält. „Wir können nur einen Bruchteil der Bedürftigen erreichen“, sagte er.
Persönliche Schicksale vor Ort
Ein betroffener Bewohner, Hawo, schildert die persönliche Notlage: Nach einem Granatenschlag, der ihren Vater tötete, und dem Tod ihres Bruders musste sie mit ihrer Tochter nach Mogadischu fliehen. „Manchmal essen wir nur einmal am Tag“, berichtet sie. Ihre Tochter Farhiya wurde listlos
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