Am 16. September 2026 (Sol 5016) hat der Mars‑Rover Curiosity ein hochauflösendes Bild von disc‑förmigen Mineralien auf einem Bettgestein namens „Salar de Vacas“ aufgenommen. Das Bild wurde mit dem Mars Hand Lens Imager (MAHLI) erstellt, wobei mehrere Aufnahmen bei unterschiedlichen Fokus‑Positionen zu einem scharfen Composite zusammengeführt wurden.
Bildaufnahme und Instrumente
Die beobachteten Strukturen messen etwa 3‑4 mm im Durchmesser und rund 1 mm in der Dicke. Das Bild entstand nach einer Reinigung des Bereichs mit dem Dust Removal Tool (DRT), wodurch ein kleiner Einschnitt im Gestein sichtbar wurde. MAHLI, das sich am Ende des Roboterarms befindet, ermöglichte die Detailaufnahme durch das fokussierende Bild‑Merge‑Verfahren.
Wissenschaftlicher Kontext
Ähnliche disc‑förmige Merkmale wurden bereits in früheren Missionen, etwa in den Murray‑Mudsänden bei den Pahrump Hills, dokumentiert. Solche Strukturen können durch das Kristallwachstum bestimmter Mineralien entstehen oder durch Bruchstücke härterer Gesteinsschichten, die sich angesammelt haben. Auf der Erde treten vergleichbare Formen häufig in Umgebungen auf, in denen Mineralien aus verdunstenden Flüssigkeiten ausfallen.
Geplante Analysen
Das Team hat weitere Aufnahmen mit Mastcam und MAHLI angeordnet, um die Morphologie der „Yungay“‑ und „Chiu Chiu“‑Blöcke genauer zu untersuchen. Zusätzlich werden LIBS‑Messungen (z. B. „Puya Raimondii“, „Liolaemus Tacnae“, „Pisqu Warkatana“) sowie APXS‑Analysen („Salar de Vacas“) durchgeführt, um die chemische Zusammensetzung zu bestimmen. Ferner unterstützen ChemCam‑Fernbilder und Mastcam‑Mosaike die geologische Kartierung der Umgebung.
Drill‑Kampagne
Um die Mineralien eindeutig zu identifizieren, plant das Team den Einsatz des CheMin‑Röntgendiffraktionsgeräts, das eine Bohrung erfordert. Seit dem letzten Bohrplatz bei Campo Marte hat Curiosity über einen Kilometer zurückgelegt und befindet sich nun in der Nähe eines neuen Bohrarbeitsbereichs, der als vielversprechend gilt. Der aktuelle Fahrplan sieht vor, das Ziel mit dem Arm zu erreichen, zunächst Kontakt‑Messungen durchzuführen und anschließend, sofern die Bedingungen stimmen, die Bohrung zu starten.
Ausblick
Der Geologie‑ und Mineralogie‑Leiter des Teams wird die weitere Planung am Montag übernehmen und die Ergebnisse der Kontakt‑ und Vorbohr‑Messungen auswerten. Die gewonnenen Daten sollen Aufschluss darüber geben, wie die disc‑förmigen Strukturen entstanden sind und welche Rolle sie im sedimentären Kontext von Valle Grande spielen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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