Eine aktuelle Untersuchung hat die Häufigkeit von Stoffwechselstörungen bei erwachsenen HIV‑Patienten, die eine DTG‑basierte Erstlinientherapie erhalten, ermittelt. In einem Zeitraum von 20. Januar bis 13. Februar 2025 wurden 171 Personen im Parirenyatwa Group of Hospitals in Harare untersucht.
Studienaufbau und Teilnehmer
Die Stichprobe setzte sich zu 67,8 % aus Männern zusammen, das mittlere Alter betrug 42,1 Jahre (IQR 32,4–50,2). Die Mehrheit verfügte über mindestens einen Sekundarschulabschluss; nur neun Personen gaben an zu rauchen, 23 % berichteten Alkoholkonsum und 62,2 % übten keinen regelmäßigen Sport aus.
Kardiometabolische Befunde
Mehr als die Hälfte der Befragten (57,9 %) wies ein Übergewicht oder eine Adipositas auf, und 39,8 % litten unter Bluthochdruck. Die Prävalenz von Dyslipidämie lag bei 74,3 % und die von Hyperglykämie bei 13,4 %. Insulinresistenz wurde bei 56,1 % der Personen festgestellt.
Die häufigste Lipidabweichung betraf das HDL‑Cholesterin (50,5 %), gefolgt von erhöhtem LDL‑Cholesterin (33,3 %), erhöhten Triglyceriden (16,0 %) und Hypercholesterinämie (10,3 %).
Analyse der Risikofaktoren
In multivariaten Modellen zeigte sich, dass ein höheres Alter signifikant mit Hyperglykämie assoziiert war (adjustierter Odds Ratio = 1,08, 95 %‑KI 1,03–1,13, p = 0,002). Zusätzlich war ein erhöhter Blutdruck ein unabhängiger Prädiktor für Dyslipidämie (adjustierter Odds Ratio = 2,64, 95 %‑KI 1,03–6,78, p = 0,043).
Schlussfolgerungen und Empfehlungen
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Dyslipidämie und Hyperglykämie bei HIV‑Patienten unter DTG‑Therapie in Simbabwe weit verbreitet sind. Angesichts des steigenden Alters dieser Patientengruppe empfiehlt die Studie ein routinemäßiges, integriertes Screening von Body‑Mass‑Index, Blutdruck, Glukose und Lipidprofil, um das kardiometabolische Risiko zu reduzieren und den Therapieerfolg langfristig zu sichern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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