Eine Analyse des Zeitraums von 1987 bis 2022 zeigt, dass die fraktionierte Vegetationsbedeckung (FVC) im Fanjing-Gebirge einem Muster aus schwankendem Rückgang, Anpassung und sprunghaften Anstieg folgt. Der Wendepunkt im Jahr 2007 markierte eine Phase, in der 41,65 % der untersuchten Fläche signifikante Verbesserungen erfuhren, insbesondere im südlichen Teil des Gebirges.
Methodik und Datenbasis
Forscher nutzten die Google Earth Engine (GEE) und kombinierten Landsat‑ sowie Sentinel‑2‑Satellitenbilder mit topographischen Daten, um ein technisches System zur Inversions‑Klassifikation‑ und vertikalen Bandanalyse der Vegetation zu entwickeln. Die Schätzung der FVC erfolgte mittels eines Pixel‑Dichotomie‑Modells.
Trend‑ und Signifikanztests
Zur Bewertung räumlich‑zeitlicher Veränderungen kamen Theil‑Sen‑Trendanalysen und Mann‑Kendall‑Tests zum Einsatz, die robuste Aussagen über langfristige Entwicklungen ermöglichen.
Klassifikationsmodell und Genauigkeit
Ein kombiniertes Merkmalsschema, das Geländedaten, Red‑Edge‑Indizes und Texturattribute integriert (T9‑Schema), wurde mittels Random‑Forest‑Algorithmus trainiert. Das Modell erreichte eine Gesamtexaktheit von 77,88 %, wobei Geländefaktoren die Identifikation von Strauchwiesen und immergrünen Laubwäldern besonders verbesserten.
Vertikale Vegetationszonierung
Die Analyse offenbarte klare vertikale Zonen: Immergrüne Laubwälder dominieren in Höhen von 750 bis 1 550 m, während Laub‑ und Nadelwälder in mittleren bis höheren Lagen vorkommen. Strauchwiesen konzentrieren sich oberhalb von 2 400 m und bilden eine abgestufte Sukzessionsreihe.
Implikationen für den Naturschutz
Die Ergebnisse liefern methodische Unterstützung und wissenschaftliche Evidenz für Naturschutzmaßnahmen in subtropischen Bergregionen, indem sie präzise Informationen über räumliche und vertikale Vegetationsmuster bereitstellen.
Ausblick
Zukünftige Forschungen könnten das System auf weitere Gebirgsregionen ausdehnen und zusätzliche Umweltvariablen einbeziehen, um die Vorhersagegenauigkeit weiter zu steigern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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