Ein neuer Engineering Test Unit‑Teleskop wurde von L3Harris Technologies für die von der ESA geleitete LISA‑Mission (Laser Interferometer Space Antenna) entwickelt und an die NASA übergeben. Der Beitrag markiert den letzten Schritt vor der Fertigung von Flughardware, die künftig für die Messung von Gravitationswellen im Weltraum eingesetzt werden soll.
Entwicklung und Integration
L3Harris übernimmt die Konstruktion, Montage und Integration des Teleskops, das vollständig aus dem amber‑farbenen Keramik‑Glas‑Verbundmaterial Zerodur besteht. Im Jahr 2024 wurde ein Prototyp an die NASA geliefert, der als Engineering Development Unit für weitere Tests dient.
Technische Merkmale
Das Teleskop besitzt Spiegel, die mit einer Goldschicht überzogen sind und dank Zerodur über weite Temperaturbereiche hinweg ihre Form stabil halten. Jeder der drei LISA‑Satelliten wird mit je zwei dieser Teleskope ausgestattet, die Infrarot‑Laserstrahlen zwischen den Raumfahrzeugen austauschen, um Abstände von 1,6 Millionen Meilen (2,5 Millionen Kilometer) mit höchster Präzision zu messen.
Bedeutung für die Gravitationswellenforschung
„Die Änderungen, die wir messen, sind kleiner als die Breite eines Heliumatoms“, erklärte Ira Thorpe, NASA‑Projektscientist am Goddard Space Flight Center. „LISA wird damit niederfrequente Gravitationswellen nachweisen, die von bodengebundenen Observatorien nicht erfasst werden können.“
Weitere NASA‑Beiträge
Zusätzlich zu den Teleskopen liefert die NASA das Lasersystem, Geräte zur Ladungsmanagement‑Kontrolle der Proof‑Mass‑Kuben und unterstützt die Datenanalyse zur Identifikation einzelner Gravitationswellensignale. Diese Komponenten ergänzen die von ESA bereitgestellte Raumfahrtplattform.
Ausblick auf den Start
Die LISA‑Mission ist für einen Start in den mittleren 2030er‑Jahren geplant. Nach Abschluss der Tests am Engineering Test Unit‑Teleskop wird die erste optische Teleskoplieferung an die ESA übergeben, gefolgt von der Integration in die drei Satelliten, die ein Dreieck von 1,6 Millionen Meilen Seitenlänge bilden werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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