Ein neues Förderprogramm zur Stärkung von Lieferketten und zur Diversifizierung kritischer Rohstoffe wurde am 9. Oktober 2026 in Brüssel vorgestellt. Das Programm sieht die Auswahl von 46 strategischen Projekten in 16 Mitgliedstaaten vor, um die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu reduzieren.
Ziele des Programms
Das Vorhaben zielt darauf ab, die Versorgungssicherheit für Schlüsselrohstoffe zu erhöhen, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die Resilienz gegenüber geopolitischen Schwankungen zu stärken. Laut Angaben der Kommission soll damit ein langfristiger Beitrag zur europäischen Wertschöpfung geleistet werden.
Auswahlkriterien
Bei der Projektbewertung wurden Kriterien wie technologische Innovation, Beitrag zur Wertschöpfungskette, Umweltauswirkungen und regionale Wirtschaftsentwicklung berücksichtigt. Der Auswahlprozess wurde von einer Expertengruppe geleitet, die die Einreichungen nach festgelegten Standards prüfte.
Verteilung auf Mitgliedstaaten
Die 46 Projekte erstrecken sich über 16 Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Polen. Jeder Staat erhielt mehrere Vorhaben, die unterschiedliche Rohstoffe wie seltene Erden, Lithium und kritische Metalle adressieren.
Finanzierung und Umsetzung
Die Finanzierung erfolgt aus dem EU-Haushalt für Forschung und Innovation. Die Mittel werden in Form von Zuschüssen und Investitionsgarantien bereitgestellt. Die Umsetzung liegt in der Verantwortung der jeweiligen nationalen Behörden, die eng mit den Projektträgern zusammenarbeiten.
Erwartete Auswirkungen
Nach Einschätzung der Kommission sollen die ausgewählten Vorhaben innerhalb von fünf Jahren messbare Verbesserungen in der Lieferkettensicherheit erzielen. Zusätzlich wird ein Anstieg der in‑Europa‑Produktion kritischer Rohstoffe erwartet, wodurch Importe aus Drittländern reduziert werden könnten.
Weiteres Vorgehen
Die Kommission kündigte an, den Fortschritt der Projekte regelmäßig zu überwachen und bei Bedarf weitere Finanzierungsrunden zu initiieren. Ein Bericht über die ersten Ergebnisse soll im Frühjahr 2027 veröffentlicht werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Kommission, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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