USA: Antarktische Meereisfläche 2026 erreicht drittniedrigstes Jahresmaximum
Am 14. September 2026 erreichte die antarktische Meereisfläche laut NASA-Daten ihr Jahresmaximum, das mit 17,59 Millionen Quadratkilometern (6,79 Millionen Quadratmeilen) gemessen wurde. Damit liegt das Maximum als drittniedrigster Wert in der satellitengestützten Aufzeichnung.
Messmethoden und Schwellenwert
Die Messung beruht auf passiven Mikrowellensensoren, die zwischen Eis und offenem Wasser unterscheiden. Wissenschaftler zählen Flächen mit mindestens 15 Prozent Eisdeckung als eisbedeckt, ein gängiger Schwellenwert in der Fernerkundung.
Langfristige Entwicklung
Von 1979 bis 2014 stieg die antarktische Meereisfläche um etwa ein Prozent pro Jahrzehnt. Nach Rekordhöhen in den Jahren 2012–2014 kehrte 2015 ein Rückgang ein, der seit 2016 deutlichere Abnahmen zeigte. Das Jahr 2023 verzeichnete sowohl den niedrigsten Minimal- als auch den niedrigsten Maximalwert.
Satelliteninstrumente
Seit 1978 liefert das Nimbus‑7‑Programm kontinuierliche Daten, gefolgt von DMSP‑Satelliten seit 1987 und der Aqua‑Mission von 2002 bis 2011. Im Jahr 2025 ergänzte das japanische GCOM‑W‑Satellit die Beobachtungen.
Klima‑Bedeutung
Die Ausdehnung des antarktischen Meereises beeinflusst den albedo‑Effekt und damit die globale Energiebilanz. Wissenschaftler betonen, dass Schwankungen von Jahr zu Jahr stark variieren können, weshalb langfristige Trends sorgfältig beobachtet werden müssen.
Ausblick
Forscher werden die jährlichen Messungen fortsetzen, um zu klären, ob die jüngsten Abnahmen Teil einer langfristigen Veränderung oder einer statistischen Fluktuation sind.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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