Russland: Putin und Alexei Repik besprechen neue Investitionszyklen und Steuergutschriften
Der Präsident der Russischen Föderation hat im Gespräch mit dem Vorsitzenden der Delovaya Rossiya National Public Organisation, Alexei Repik, über die zukünftige Ausrichtung der Investitionstätigkeit des Landes diskutiert. Dabei wurden sowohl die bisherigen Erfolge der Organisation als auch konkrete Vorschläge für einen neuen Investitionszyklus und eine mögliche Investitionssteuergutschrift erörtert.
Hintergrund der Organisation
Delovaya Rossiya feierte kürzlich ihr 25‑jähriges Bestehen. Laut Repik wurde die Vereinigung 2001 von einer kleinen Gruppe von Unternehmern gegründet, die eine Stimme für das wachsende private Nicht‑Rohstoff‑Geschäft in Russland schaffen wollten. Heute umfasst die Organisation mehr als 10.000 Unternehmer, die zusammen rund 4,5 Millionen Beschäftigte beschäftigen.
Bisherige Wirtschaftsentwicklung
Repik verwies auf das rasante Wirtschaftswachstum der 2000er‑Jahre, die Finanzkrise 2008, die Sanktionen von 2014 und die jüngste Pandemie. Trotz dieser Herausforderungen habe die russische Wirtschaft jedes Mal reagiert, indem sie neue Produktionsstätten errichtete, Importsubstitution vorantrieb und neue Märkte, unter anderem in Afrika und Südostasien, erschloss.
Ziele des neuen Investitionszyklus
Der Präsident betonte, dass der nächste Investitionszyklus nicht einfach die bisherigen Maßnahmen wiederholen solle. Stattdessen soll er sich auf Produktivitätssteigerungen, neue Technologien und die Erschließung zusätzlicher Märkte konzentrieren. Der Erfolg werde daran gemessen, wo das investierte Kapital eingesetzt wird, nicht nur an dessen Volumen.
Vorschlag für Investitionssteuergutschrift
Repik stellte ein Konzept für eine Investitionssteuergutschrift vor, das Unternehmen ermöglicht, nach erfolgreicher Realisierung von Investitionen künftig Steuerabzüge zu erhalten. Die Gutschrift könne als Sicherheit für Bankkredite dienen und würde erst ab dem Jahr 2031 wirksam, ohne dass der Staat im Vorfeld finanzielle Mittel bereitstellen müsse.
Erwartete Risiken und Maßnahmen
Beide Gesprächspartner wiesen darauf hin, dass makroökonomische Stabilität und ein ausgeglichener Haushalt Voraussetzung für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen seien. Sie betonten, dass zusätzliche Belastungen vor allem passive Einkommen betreffen sollten, nicht jedoch die arbeitende Bevölkerung.
Ausblick und nächste Schritte
Der Präsident signalisierte seine Bereitschaft, das vorgeschlagene Konzept weiter zu prüfen und in Zusammenarbeit mit der Regierung sowie der Zentralbank zu entwickeln. Repik äußerte die Hoffnung, dass das geplante Jubiläumsforum des Unternehmens in Kürze stattfinden könne, um die weitere Zusammenarbeit zu festigen.
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