Kerndaten des Einschlagbeckens
Ein von der NASA‑USGS Landsat‑9‑Satelliten erfasstes Bild vom 20. September 2026 zeigt das Spider Crater in der Kimberley‑Region Westaustraliens. Das vollständige Becken hat eine ovale Form von etwa 13 Kilometern Länge und 11 Kilometern Breite (8 Meilen × 7 Meilen); der zentral‑spinnenartige Teil misst rund 4 Kilometer (2,5 Meilen) im Durchmesser.
Geologische Merkmale
Geologen interpretieren das auffällige Spinnennetz‑Muster als Rest einer zentralen Aufstockung, die beim Rückprall nach dem Einschlag entstand. Die hellen „Beine“ des Musters sind Sandsteinkämme, die widerstandsfähiger gegenüber Erosion waren als benachbarte Gesteinsschichten.
Nachweis des Einschlags
Erste Theorien vermuteten vulkanische Prozesse, doch Feldarbeiten zeigten schocktypische Merkmale: fächerförmige Bruchflächen, sogenannte Shatter‑Cones, die ausschließlich bei extremen Stoßwellen entstehen. Laboranalysen von geschocktem Quarz und Zirkonkristallen bestätigten den Einschlag‑Charakter.
Altersbestimmung
Das exakte Alter des Ereignisses ist unsicher. Auf Basis regionaler Gesteinsformationen schätzen Wissenschaftler das Einschlagsdatum zwischen 900 Millionen und 600 Millionen Jahren, also in die späte Präkambrium‑Ära.
Bedeutung für die Forschung
Der Fund liefert ein seltenes Beispiel für ein gut erhaltenes zentrales Aufstockungs‑System, das Forschern hilft, die Dynamik von Einschlag‑Rebound‑Prozessen besser zu verstehen. Die Kombination aus Satelliten‑ und Felddaten eröffnet neue Möglichkeiten zur Identifikation ähnlicher Strukturen weltweit.
Bildquelle und weitere Informationen
Das Bild stammt von Michala Garrison, erstellt mit Landsat‑Daten des U.S. Geological Survey. Weitere Details finden sich in den genannten Fachartikeln, darunter Arbeiten von Abels (2005) und Cox et al. (2021).
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA Earth Observatory, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
Ende der Uebertragung