Ein neuer Haushaltsentwurf für das Jahr 2027 sieht ein Gesamtprogramm von 3,3 Milliarden Dollar vor, was einer Reduktion von 40,8 Millionen Dollar gegenüber dem genehmigten Niveau von 2026 entspricht. Der Vorschlag wurde am 13. Oktober 2026 dem Fünften Ausschuss der Generalversammlung präsentiert, der sämtliche 193 Mitgliedstaaten umfasst.
Kernpunkte des Vorschlags
Der geplante Haushalt liegt um 1,2 Prozent unter dem Vorjahr. Gleichzeitig sollen weitere Einsparungen durch die Fortführung der UN80‑Initiative erzielt werden, darunter Stellenabbau, Personalverlagerungen und die Abschaffung oder Herabstufung einzelner Posten.
Fortschritte der UN80‑Reformen
Seit dem Start der UN80‑Initiative im August 2024 wurden bereits mehrere Maßnahmen umgesetzt: Die Zahl der unterrepräsentierten Mitgliedstaaten wurde von 28 auf 26 reduziert, die Geschlechterparität im international rekrutierten Personal wurde erreicht, Gehaltsabrechnungen wurden zentralisiert und Phase eins gemeinsamer Verwaltungsplattformen ist in New York und Bangkok in Betrieb. Zudem wurden 3 116 reguläre Stellen im Sekretariat abgebaut, wobei ein freiwilliges Frühverlassensprogramm die Auswirkungen auf das Personal begrenzte.
Weitere Personalmaßnahmen für 2027
Für das kommende Jahr sind zusätzliche Verlagerungen von Stellen über zwölf Entitäten hinweg geplant, wobei die größte Konzentration in Nairobi, Kenia, erfolgen soll. Gleichzeitig sollen einige hochrangige Positionen abgeschafft, 14 leitende Stellen herabgestuft und administrative Plattformen nach Genf, Nairobi, Wien und Addis Abeba ausgeweitet werden.
Finanzielle Stabilität
Der Generalsekretär betonte, dass reine Effizienzsteigerungen die finanzielle Basis der Organisation nicht ausreichend stabilisieren können. Er forderte die Mitgliedstaaten auf, ihre finanziellen Verpflichtungen gemäß der UN‑Charta vollständig und termingerecht zu erfüllen, um eine verlässliche Liquidität sicherzustellen.
Globale Herausforderungen
In seiner Ansprache verwies der Generalsekretär auf anhaltende geopolitische Spannungen, regionale Konflikte, zunehmende humanitäre Bedürfnisse, das Fortschreiten des Klimawandels, die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Wirtschaft und Gesellschaft sowie das Zurückfallen der nachhaltigen Entwicklungsziele.
Ausblick
Angesichts dieser Unsicherheiten und der zunehmenden Fragmentierung betonte er, dass die Notwendigkeit der Vereinten Nationen in der aktuellen Phase noch nie so hoch gewesen sei.
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