Methodik und Auswahlkriterien
Die Studie folgte dem Rahmen von Arksey und O’Malley sowie den PRISMA‑ScR‑Richtlinien. Datenbanken und Webseiten von Organisationen wurden systematisch durchsucht. Eingeschlossen wurden Handbücher, Curricula, Toolkits und Interventionsberichte, die sich explizit mit Geschlechternormen, Vorurteilen, Werten oder Stigmatisierung im SRHR‑Kontext befassen.
Zusammensetzung der identifizierten Materialien
Von den 128 Quellen entstammen 25 Toolkits bzw. Handbücher und 103 Interventionsberichte, die zusammen 100 unterschiedliche Ansatzpunkte repräsentieren. Die meisten Materialien decken ein breites Spektrum von SRHR‑Themen ab und kombinieren mehrere didaktische Komponenten.
Didaktische Schwerpunkte
Die Analyse zeigte, dass 98,4 % der Interventionen didaktische Vorträge einsetzten, 83,2 % reflektierende oder wertebasierte Lernformen nutzten und 92 % auf erfahrungsorientierte Methoden wie Rollenspiele, Simulationen oder fallbasierte Lernmodule zurückgriffen.
Orientierung an patientenzentrierter Versorgung
Fast alle Programme (98,4 %) betonten eine gleichberechtigte, patientenzentrierte Versorgung. Darüber hinaus integrierten 68,8 % gendertransformative Elemente, während 74,4 % systemische Komponenten wie institutionelle Richtlinien oder organisatorische Veränderungen berücksichtigten.
Variabilität und zukünftige Potenziale
Die Untersuchung verdeutlicht, dass gendertransformative und systemische Ansätze unterschiedlich stark in den bestehenden Schulungsprogrammen verankert sind. Die Autoren schließen daraus, dass künftig ein stärkerer Fokus auf die Kombination beider Dimensionen erforderlich sei, um nachhaltige Verbesserungen in der SRHR‑Versorgung zu erreichen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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