Eine querschnittliche Validierungsstudie hat die Gültigkeit und Zuverlässigkeit der polnischen Version des Cervical Dysplasia Distress Questionnaire (CDDQ‑PL) bei 285 Teilnehmern mit auffälligen Befunden im Zervixkarzinom‑Screening untersucht. Die Untersuchung fand in einer Kolposkopie‑Einheit statt und zeigte, dass das Instrument sowohl valide als auch intern konsistent ist.
Studienaufbau und Teilnehmer
Die Studie rekrutierte 285 Frauen, die nach einem abnormalen Screening‑Ergebnis zur Kolposkopie überwiesen wurden. Das Durchschnittsalter betrug 38,69 Jahre (Standardabweichung = 10,77). Daten wurden mittels eines soziodemografischen Fragebogens, dem CDDQ‑PL, einer Angstskala und dem Short Form Health Survey (SF‑36) erhoben.
Ergebnisse zur Validität
Der durchschnittliche Gesamtscore des CDDQ‑PL lag bei 2,21. Die höchste Belastung wurde bei den gesundheitlichen Konsequenzen (3,02) und die niedrigste bei Verlegenheit (1,47) verzeichnet. Moderate positive Korrelationen zwischen den Gesamtscores und der Angst vor dem Besuch (r = 0,378, p < 0,001) sowie nach dem Besuch (r = 0,381, p < 0,001) bestätigten die konvergente Validität.
Ergebnisse zur Reliabilität
Die interne Konsistenz des Fragebogens war gut, mit Cronbach‑Alpha‑Werten zwischen 0,830 und 0,919 für die einzelnen Subskalen. Diese Werte deuten auf eine hohe Zuverlässigkeit der Messungen hin.
Zusammenhang mit Angst und Lebensqualität
Die Analyse zeigte, dass höhere Belastungswerte mit einer schlechteren Lebensqualität einhergingen, insbesondere in den Bereichen emotionales Wohlbefinden, Schmerz und Energie/Ermüdung des SF‑36. Die Angstwerte reduzierten sich signifikant nach dem Besuch (6,51 ± 2,73 vs. 4,87 ± 2,95).
Bedeutung der Ergebnisse
Die Ergebnisse legen nahe, dass das CDDQ‑PL ein geeignetes Instrument zur Erfassung psychischer Belastungen bei Frauen mit abnormalen Screening‑Ergebnissen ist. Die nachgewiesene Validität und Reliabilität unterstützen den Einsatz in klinischen und Forschungssettings.
Ausblick und weitere Forschung
Die Autoren betonen, dass die zeitliche Stabilität des Instruments in zukünftigen Test‑Retest‑Studien bestätigt werden muss, um die Langzeitzuverlässigkeit zu sichern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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