Deutschland: Deutsche ASEAN-Parlamentariergruppe reist durch Singapur, Indonesien und Timor-Leste
Eine parlamentarische Delegation aus Deutschland reiste im Oktober 2026 durch drei Länder Südostasiens, um bilaterale Beziehungen zu vertiefen und aktuelle Themen zu erörtern. Der Zeitraum erstreckte sich vom 17. bis zum 26. Oktober, wobei die Gruppe in Singapur, Indonesien und Timor-Leste stationierte.
Reiseroute und Delegationszusammensetzung
Die Delegation bestand aus den Abgeordneten Malte Kaufmann, Peter Aumer, Johannes Fechner, Lamya Kaddor und Gökay Akbulut. Sie repräsentierten die parlamentarische Freundschaftsgruppe ASEAN und wurden von Fachleuten aus deutschen politischen Stiftungen, der Außenhandelskammer und der GTAI begleitet.
Gespräche in Singapur
In Singapur traf die Gruppe Außenminister Gan Siow Huang sowie Abgeordnete der Freundschaftsgruppe „Singapur‑Zentraleuropa“. Themen waren die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Südostasien, der gesellschaftliche Zusammenhalt sowie interreligiöser Dialog, insbesondere am Harmony Circle.
Dialoge in Indonesien
In Indonesien standen Gespräche mit Vize‑Außenminister Oegroseno, dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des indonesischen Parlaments Hadianto und Mitgliedern der Indonesisch‑deutschen Parlamentariergruppe im Fokus. Weitere Treffen umfassten die ASEAN‑Interparlamentarische Versammlung, Vertreter der Anwaltsvereinigung PERADI, den Arbeitgeberverband APINDO sowie die CEO der Sintesa Group, Shinta Widjaja Kamdani. Schwerpunkte waren Rechtsstaat, Justiz, Wirtschaft, Investitionen, Bürokratieabbau, duale Ausbildung, Energiewende und nachhaltige Industrie.
Begegnungen in Timor-Leste
In Timor-Leste empfingen Präsident Horta, Premierminister Gusmao und Außenminister Bendito dos Santos Freitas die Delegation. Der EU‑Botschafter Bargfrede informierte über die EU‑Timor‑Leste‑Partnerschaft, regionale Integration und wirtschaftliche Entwicklung. Weitere Gespräche behandelten Rechtsstaatlichkeit, Justizreformen, Entwicklungszusammenarbeit, Ernährungssicherheit und nachhaltige Entwicklung mit Vertretern von Misereor, UN‑Organisationen, der NRO BELUN und dem Think‑Tank La’o Hamutuk.
Wirtschaftliche und rechtliche Schwerpunkte
Die Treffen mit deutschen politischen Stiftungen, der Außenhandelskammer, der GTAI, GIZ und KfW befassten sich mit Energiewende, Entwicklungszusammenarbeit, Investitionen, Handel, Infrastruktur und beruflicher Bildung. In Indonesien diskutierten die Anwaltsvereinigung PERADI und weitere Experten über Rechtsstaat, Justiz und internationale Rechtskooperation.
Nachhaltigkeit und interreligiöser Dialog
Die Delegation tauschte sich mit der NRO Kopernik über innovative Ansätze für nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz aus. Beim Coral Triangle Center ging es um Meeresschutz, Biodiversität und die nachhaltige Nutzung mariner Ressourcen. In Singapur und Indonesien wurden Besuche von religiösen Stätten genutzt, um den interreligiösen Dialog und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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