Deutschland: Achtmonatige Sperrung der Donnerschleuse bei Mölln und begleitende Modernisierungsmaßnahmen
Hintergrund der Sperrung
Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hat eine achtmonatige Schließung der Donnerschleuse bei Mölln am Elbe‑Lübeck‑Kanal angeordnet, um die Betriebssicherheit nach festgestellten Schäden zu gewährleisten. Die Maßnahme folgt auf eine Bauwerksprüfung im Oktober und November 2024, bei der standsicherheitsrelevante Mängel identifiziert wurden.
Technische Ursachen und Sanierung
Im ersten Quartal 2025 wurden die festgestellten Schäden behoben. Bei einer anschließenden testweisen Wiederinbetriebnahme zeigte sich jedoch, dass erhebliche Grundwasserdrücke auf das Bauwerk einwirken und die Betriebssicherheit beeinträchtigen. Daraufhin wurden zusätzliche Sanierungsarbeiten durchgeführt, die die Sperrung verlängerten.
Weitere Modernisierungsmaßnahmen
Parallel zur Sperrung plant die Verwaltung den Ersatz der Schleuse Witzeeze samt Schleusenbrücke sowie den Austausch der Kanalbrücken in modernen Abmessungen. Zudem sollen Optimierungen des elbseitigen Anschlusses realisiert werden. Der Neubau der Straßenbrücke Basedow Lanze befindet sich derzeit in der Ausschreibung.
Auswirkungen auf den Güterverkehr
Nach Angaben der Bundesregierung liegen keine konkreten Daten zu den Auswirkungen der Sperrung auf den Binnengüterverkehr vor. Ein direkter Vergleich mit der Straß- und Schienenbeförderung wurde bislang nicht erhoben.
Finanzielle Unterstützung
Die Regierung verweist auf die Förderung der deutschen Binnenschifffahrt im Rahmen des neuen Haushaltstitels „Klimafreundliche Schifffahrt und Häfen“ im Klimaschutz‑ und Transformationsfonds. Dafür stehen bis zu 400 Millionen Euro bereit.
Zukünftige Ziele
Ein dazugehöriges Förderprogramm zum Aufbau grüner Binnenschifffahrtskorridore und zur Verlagerung von öffentlichem Personennahverkehr sowie urbanen Wirtschaftsverkehren auf die Wasserstraße wird derzeit finalisiert. Ziel sei die Schaffung von Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Binnenschifffahrt, die Treibhausgas‑ und Luftschadstoffemissionen reduziert und die Wettbewerbsfähigkeit erhöht.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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