International: Äthiopien stärkt Kapazitäten zur Verbesserung der Krankenhausversorgung von Kindern mit schwerer akuter Mangelernährung
Ein neues Trainingsprogramm wurde in Hawassa gestartet, um die Versorgung von Kindern mit schwerer akuter Mangelernährung zu verbessern. Das Projekt wird vom äthiopischen Gesundheitsministerium gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und unterstützt von Irish Aid durchgeführt.
Hintergrund und Zielsetzung
Die Initiative folgt den aktualisierten WHO‑Empfehlungen von 2025 und 2023 zur Prävention und Behandlung von schwerer Mangelernährung bei Kindern unter fünf Jahren. Ziel ist es, die Qualität der stationären Versorgung zu erhöhen und die Sterblichkeitsrate bei betroffenen Kindern zu senken.
DurchfĂĽhrung des Trainings
Vom 29. Juni bis zum 9. Juli 2026 fand das Training in Hawassa statt. Es kombinierte theoretische Unterrichtseinheiten mit praktischen klinischen Ăśbungen, Simulationen und betreuten Praxisphasen, um die Kompetenzen der Teilnehmenden zu vertiefen.
Teilnehmer und Inhalte
Insgesamt 30 Teilnehmende aus dem Gesundheitsministerium, regionalen Gesundheitsämtern, Krankenhäusern, Universitäten und der WHO nahmen teil. Zu den Berufsgruppen gehörten Ärzte, Pflegepersonal, Allgemeinmediziner, Ernährungsspezialisten und Fachleute für öffentliche Gesundheit. Das Curriculum umfasste neue Aufnahme‑ und Entlassungskriterien, Management von Säuglingen unter sechs Monaten, Protokolle für Schock, Dehydrierung und Eisensupplementierung sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung.
Erwartete Auswirkungen
Durch die verbesserte Ausbildung sollen Behandlungserfolge steigen, vermeidbare Todesfälle reduziert und die nationalen Ernährungseinrichtungen in Krankenhäusern nachhaltig gestärkt werden. Die geschulten Fachkräfte bilden zudem einen nationalen Trainerpool, der die Verbreitung des überarbeiteten Schulungsmaterials im ganzen Land unterstützt.
Aussage von Dr. Amina
„Dieses Training hat unsere klinischen Fähigkeiten und unser Vertrauen im Umgang mit schwerer akuter Mangelernährung und medizinischen Komplikationen gestärkt. Wir können nun andere Gesundheitsarbeiter im ganzen Land schulen und die Versorgungsqualität erhöhen“, erklärte Dr. Amina von der Jimma University.
Aussage von Dr. Bejoy Nambiar
„Jedes Kind mit schwerer akuter Mangelernährung verdient rechtzeitige, hochwertige Versorgung, unabhängig vom Wohnort. Durch die Investition in die Fähigkeiten von Gesundheitsarbeitern trägt Äthiopien zu einem widerstandsfähigeren Gesundheitssystem bei, das Leben rettet“, betonte Dr. Bejoy Nambiar, Health Policy and Systems Advisor, WHO Ethiopia Country Office.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von WHO Ethiopia, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
Ende der Uebertragung