Die AfD-Fraktion hat im Parlament eine Kleine Anfrage gestellt, um zu erfahren, wie die Bundesregierung den seit 2015 beobachteten drastischen Rückgang der Binnenschifffahrt im Hinterland des Hamburger Hafens bewertet und welche konkreten Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Straße und Schiene geplant sind.
Hintergrund der Anfrage
Die Abgeordneten berufen sich in ihrer Anfrage auf mehrere Medienberichte, die einen deutlichen Rückgang der Schiffsbewegungen an der Schleuse Geesthacht dokumentieren. Im Jahr 2025 wurden dort lediglich 7.994 Binnenschiffe mit rund 5,239 Millionen Tonnen Ladung gezählt, während im Jahr 2015 noch über 18.500 Schiffe mit mehr als zehn Millionen Tonnen verzeichnet wurden.
Statistische Entwicklung
Ein besonders gravierender Rückgang wird am Elbe‑Lübeck‑Kanal beobachtet: Im Jahr 2025 passierten nur noch 234 Binnenschiffe die Schleuse Lauenburg, verglichen mit deutlich höheren Zahlen in den Vorjahren. Diese Zahlen verdeutlichen einen langfristigen Trend zu weniger Binnenschiffsverkehr im relevanten Gebiet.
Bedeutung der Binnenschifffahrt
Die Binnenschifffahrt gilt als umweltfreundliche Alternative zu Straßen- und Schienenverkehr und trägt wesentlich zur Entlastung von Verkehrsnetzen bei. Ein Rückgang kann daher nicht nur wirtschaftliche, sondern auch ökologische Folgen nach sich ziehen.
Geforderte Maßnahmen
Die Fraktion fordert Auskunft über bereits geplante Projekte zur Modernisierung und zum Ausbau der Bundeswasserstraßen, insbesondere im Bereich der Elbe, des Elbe‑Seitenkanals und des Elbe‑Lübeck‑Kanals. Konkret werden Investitionen in Infrastruktur, digitale Steuerungssysteme und Tiefwasserprojekte erwartet.
Reaktion der Bundesregierung
Bis zum Zeitpunkt der Anfrage hat die Bundesregierung noch keine detaillierten Maßnahmen veröffentlicht. Die AfD-Fraktion erwartet jedoch eine zügige Antwort, um die weitere Entwicklung der Binnenschifffahrt beurteilen zu können.
Ausblick
Die weitere Entwicklung des Binnenschiffsverkehrs wird von Fachverbänden und Wirtschaftskreisen genau beobachtet. Eine klare Strategie der Bundesregierung könnte dazu beitragen, die Attraktivität der Wasserwege gegenüber anderen Verkehrsträgern wieder zu stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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