Am 2. Januar 2026 hat die AfD‑Fraktion im Deutschen Bundestag eine Kleine Anfrage eingereicht, in der sie das Bundeskartellamt und die Europäische Kommission zu einer geplanten Übernahme der Ceconomy AG durch den chinesischen Konzern JD.com befragt.
Hintergrund der Anfrage
Ceconomy AG ist die Muttergesellschaft der Einzelhandelsketten MediaMarkt und Saturn, die in Deutschland zu den größten Anbietern für Elektronik‑ und Haushaltsgeräte zählen.
Kernfragen der AfD‑Fraktion
Die Abgeordneten wollen wissen, ob das Bundeskartellamt auch weltweite Kartelle mit deutschem Bezug verfolgt und ob bei der geplanten Übernahme durch JD.com mögliche Verdrängungseffekte für deutsche Hersteller wie Miele, Bosch, Liebherr, Siemens, Rowenta und Loewe geprüft wurden.
Ein weiterer Punkt der Anfrage betrifft die Rolle der Generaldirektion Wettbewerb der EU‑Kommission und ob diese bei der Entscheidung über die Übernahme mitwirkt.
Beteiligte Institutionen
Die Anfrage trägt die Kennziffer 21/3272 und richtet sich an das Bundeskartellamt sowie an die Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission.
Die Pressestelle des Bundestags veröffentlichte die Kurzmeldung am selben Tag, ohne weitere Stellungnahmen von den genannten Behörden oder von JD.com zu enthalten.
Reaktionen und Ausblick
Die Kleine Anfrage verdeutlicht das anhaltende politische Interesse an ausländischen Investitionen im deutschen Einzelhandelssektor und könnte zu einer intensiveren Prüfung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden führen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
