Auf einer Fachkonferenz in Nairobi hat die UN-Konvention über biologische Vielfalt darauf hingewiesen, dass Afrika trotz seiner reichen Artenvielfalt besonders stark von Artenverlust betroffen ist. Der Sprecher der Konvention, Astrid Schomaker, betonte, dass die Krise direkte Auswirkungen auf Ernährung, Wasser und Einkommensquellen von Millionen Menschen habe.
Finanzielle Ungleichheit bei Naturschutz
Nach Angaben des UN-Umweltprogramms (UNEP) fließen weltweit das Dreißigfache an Mitteln in Aktivitäten, die die Natur zerstören, im Vergleich zu Investitionen in den Schutz. Afrika verfüge dabei häufig nicht über die finanziellen Ressourcen, um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Ausmaß des Artenverlusts in Afrika
Studien zeigen, dass der Kontinent etwa 25 % der weltweiten Artenvielfalt beherbergt, aber seit der vorindustriellen Zeit rund 24 % seiner Arten verloren hat. Diese Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit, Biodiversität stärker in nationale Strategien zu integrieren.
Ursachen und Folgen für lokale Gemeinschaften
Schomaker nannte den Klimawandel als wichtigsten Treiber, während steigende Temperaturen, invasive Arten, Verschmutzung und Übernutzung von Land und Wasser die Ressourcen von ländlichen und Küstengemeinden zusätzlich belasten. Der Verlust von Arten beeinträchtige die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und Einkommensmöglichkeiten.
Internationale Verhandlungen und nächste Schritte
Im Rahmen des Subsidiary Body on Implementation, das bis zum 12. August in Nairobi tagt, arbeiten Verhandlungsführer daran, Biodiversität in nationale Entscheidungsprozesse zu verankern, Finanzinstitutionen einzubeziehen und die Finanzierungslücken zu schließen. Schomaker erklärte, dass das Verständnis der aktuellen Situation nun in konkrete Handlungsempfehlungen überführt werde.
Die Ergebnisse der Nairobi‑Konferenzen sollen in die Verhandlungen des kommenden COP17 einfließen, der am 19. Oktober in
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