Sonstige: Afrikanische Länder erweitern Zugang zu Augenpflege
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt neun afrikanische Länder bei der Umsetzung von SPECS 2030, einer Initiative zur Erweiterung des Zugangs zu qualitativ hochwertiger, bezahlbarer und patient*innenzentrierter refraktiver Versorgung, mit dem Ziel, die effektive Abdeckung bis 2030 um 40 Prozentpunkte zu steigern.
Initiative und strategische Schwerpunkte
SPECS 2030 fokussiert fünf Handlungsfelder: Stärkung der Augenpflege‑Dienste, Ausbau des Fachpersonals, Aufklärung und Bildung, Senkung der Kosten sowie Verbesserung der Überwachungssysteme. Diese Bausteine sollen die Gesundheitssysteme der teilnehmenden Länder robust machen und den Zugang zu Augenpflege in der Primärversorgung verankern.
Umsetzung in den teilnehmenden Ländern
Seit 2025 setzen die Länder Gambia, Kenia, Liberia, Malawi, Mauretanien, Mosambik, Ruanda, Südafrika und Sambia das Konzept um. Die Maßnahmen umfassen Situationsanalysen, Politikentwicklung, Personalaufbau und die Integration von Augen‑Gesundheits‑Indikatoren in bestehende Informationssysteme.
Erste Ergebnisse aus Kenia
In Kenia wurden seit dem Start von SPECS 2030 im April 2026 über 1,5 Millionen Menschen gescreent und mehr als 120 000 Brillenpaare ausgegeben. Diese Zahlen belegen, dass die Initiative bereits messbare Verbesserungen in der Versorgung erzielt.
Weitere Fortschritte in der Region
Liberia erweitert refraktive Dienste in der Primärversorgung, während Gambia durch neue Seh‑Zentren und schulbasierte Programme den Zugang erhöht. Südafrika und Malawi stärken die Fachkompetenz, Mauretanien hat eine evidenzbasierte nationale Augen‑Gesundheits‑Strategie eingeführt, und sowohl Mauretanien als auch Sambia verbessern Überwachungs‑ und Forschungssysteme. Ruanda hat kürzlich die Implementierung von SPECS begonnen.
Herausforderungen und nächste Schritte
Trotz der Fortschritte bestehen nach wie vor Hürden wie begrenzte nationale Finanzierung, Fachkräftemangel, Geräte‑ und Wartungsdefizite, Transportprobleme und unzureichende Informationssysteme. Dr. Benido Impouma, Direktor des Bereichs für übertragbare und nicht‑übertragbare Krankheiten im WHO‑Regionalbüro für Afrika, betonte, dass ein einfacher Sehtest und eine Brille das Leben von Menschen erheblich verbessern können und dass die Initiative darauf abzielt, diese Dienste für alle Bedürftigen zugänglich zu machen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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