USA: Angst und Depression bei Einwanderer‑Eltern reduzieren Zahnputzhäufigkeit ihrer Kinder in Kanada
Studiendesign
Eine Querschnittsstudie wurde in Edmonton, Kanada, durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen psychischer Belastung von Einwanderer‑Eltern und den Mundhygienegewohnheiten ihrer Kinder zu untersuchen. Die Untersuchung richtete sich an Eltern von Kindern im Alter von zwei bis zwölf Jahren und erfasste Angst, Depression sowie Social‑Media‑Sucht mittels standardisierter Fragebögen.
Stichprobe
Insgesamt wurden 302 Fragebögen ausgewertet. Das Durchschnittsalter der befragten Elternteile lag bei 37,7 Jahren (SD = 6,8), das der Kinder bei 6,7 Jahren (SD = 3,3). Etwa die Hälfte der Kinder war weiblich, 65 % waren in Kanada geboren, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Elternteile im Land betrug 9,9 Jahre, und 68 % verfügten über einen höheren Bildungsabschluss.
Ergebnisse zu Angst
Die Analyse zeigte, dass ein Anstieg des Angstwertes der Elternteile um einen Punkt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind zweimal täglich die Zähne putzt, um 14 % verringerte (Odds Ratio = 0,86, 95 %‑KI = 0,74–0,98). Dieser Befund weist auf einen signifikanten negativen Einfluss von elterlicher Angst auf die Mundhygiene der Kinder hin.
Ergebnisse zu Depression
Analog zur Angst war auch ein höherer Depressionswert mit einer reduzierten Zahnputzhäufigkeit verbunden. Pro zusätzlichem Punkt im Depressionsscore sank die Chance auf regelmäßiges Zähneputzen um 21 % (Odds Ratio = 0,79, 95 %‑KI = 0,63–0,93). Damit bestätigt die Studie den Zusammenhang zwischen elterlicher Depression und schlechteren Mundhygienegewohnheiten bei Kindern.
Rolle von Social Media
Jeder ein Punkt Anstieg in den Angst‑ bzw. Depressionswerten führte zu einem Anstieg des Social‑Media‑Sucht‑Scores um 49 % bzw. 51 % (p < 0,05). Trotz dieses Zusammenhangs konnten weder Mediations‑ noch Moderationseffekte von Social‑Media‑Sucht auf die Beziehung zwischen psychischer Belastung und Zahnputzverhalten nachgewiesen werden.
Schlussfolgerungen
Die Ergebnisse legen nahe, dass psychische Belastungen von Einwanderer‑Eltern die Mundhygiene ihrer Kinder beeinträchtigen, während Social‑Media‑Sucht in diesem Kontext keine vermittelnde Rolle spielt. Die Autoren empfehlen, psychische Gesundheitschecks in zahnärztliche Vorsorgeprogramme zu integrieren, um die orale Gesundheit in Einwanderergemeinschaften zu fördern.Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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