Nach acht Monaten im All kehrt NASA‑Astronaut Chris Williams, der im Rahmen seiner ersten Mission auf der Internationalen Raumstation (ISS) tätig war, zur Erde zurück. Während des Aufenthalts führte er zahlreiche Experimente durch, die sowohl das Verständnis von Mikrogravitation als auch Anwendungen auf der Erde voranbringen sollen.
Krebstherapie‑Konstrukte
Laut NASA bearbeitete Williams zusammen mit ESA‑Astronaut Sophie Adenot DNA‑inspirierte, stäbchenförmige Materialien, die in der Schwerelosigkeit gleichmäßiger wachsen. Die verbesserten Strukturen könnten die gezielte Abgabe von Medikamenten in Tumoren ermöglichen und damit Nebenwirkungen reduzieren.
Halbleiterkristalle
In Mikrogravitation wuchsen Halbleiterkristalle größer und mit höherer Reinheit als auf der Erde. Die Ergebnisse unterstützen die Entwicklung von Hochleistungs‑Computerchips, Künstlicher Intelligenz und medizinischen Geräten, wie NASA berichtet.
Erdbeobachtungen und Fotografie
Williams nutzte das Cupola‑Fenster, um Aufnahmen der Erde, von Polarlichtern und astronomischen Objekten zu erstellen. Solche Bilder dienen der langfristigen Überwachung von Landschaftsveränderungen und Naturkatastrophen.
Kühlung von medizinischen Proben
Im MELFI‑Gefrierschrank der ISS sammelte er Blut‑ und Urinproben, die bei –80 °C gelagert wurden. Die Analyse dieser Proben unterstützt das Verständnis der Auswirkungen langer Raumflüge auf den menschlichen Körper.
Frachtaufnahme und Versorgung
Gemeinsam mit Astronaut Jack Hathaway beobachtete Williams die Annäherung des Cygnus‑XL‑Frachtraumschiffs, das etwa 11 000 Pfund Versorgungsgüter, frische Nahrung und Forschungsausrüstung zur Station brachte.
UV‑Licht gegen Biofilme
Ein weiteres Experiment testete ultraviolettes Licht zur Verhinderung von Biofilmen, die Wasser‑ und Luftsysteme verunreinigen können. Der Ansatz könnte den Einsatz chemischer Desinfektionsmittel reduzieren.
Solararray‑Erweiterung
Während zweier Weltraumausstiege half Williams, die Canadarm2‑Roboterarm zu warten und die Installation der International Space Station Roll‑Out‑Solar‑Arrays (IROSA) vorzubereiten. Die neuen Arrays steigern die Stromerzeugung der Station um etwa 30 %.
Protein‑Kristalle und Medikamentenforschung
Durch das Wachstum von Protein‑Kristallen in Mikrogravitation ließen sich hochwertigere Strukturen erzeugen, die die Entwicklung neuer oraler Krebstherapien erleichtern können.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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