Sonstige: Astronautreserve der ESA schlieĂźt Trainingsprogramm erfolgreich ab
Ein erfolgreiches Trainingskapitel wurde für die Astronautreserve der Europäischen Weltraumorganisation beendet. Das Astronaut Reserve Training (ART) umfasste drei Blöcke von jeweils rund zwei Monaten und erstreckte sich von Oktober 2024 bis März 2026. Ziel war es, ein flexibles Team von gut ausgebildeten Astronauten für künftige ESA‑Missionen bereitzustellen.
ProgrammĂĽbersicht
Zwischen Ende 2024 und Anfang 2025 nahmen acht Reservisten aus Spanien, dem Vereinigten Königreich, Italien, Österreich, Frankreich, Deutschland und Tschechien teil. Die Ausbildung erfolgte in gestaffelten Gruppen, bevor alle Mitglieder im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln zusammenkamen. Der Abschluss markiert den Übergang von der Ausbildung zur Einsatzbereitschaft.
Technische und wissenschaftliche Grundlagen
Der erste Block startete im Oktober 2024 und basierte auf Modulen der Grundausbildung für Astronauten. Die Teilnehmer erwarben Kenntnisse über ESA‑ und ISS‑Programme, europäische Raumfahrtindustrie, menschliches Verhalten, medizinische Grundlagen, wissenschaftliche Operationen sowie Systeme für Flugtechnik und Lebenserhaltung.
Praktisches Training und Simulationen
Im Rahmen des praktischen Trainings lernten die Astronauten Robotik und Raumspaziergänge durch Tauchen im Neutral‑Buoyancy‑Facility, um Mikrogravitation zu simulieren. Zusätzlich wurden Überlebenstraining in Winterbedingungen und körperliche Fitnessübungen durchgeführt, um extreme Umgebungen zu meistern.
Vertiefung in Missionsdesign und ISS‑Betrieb
Vom September bis Ende Oktober 2025 fand ein zweiter Block am EAC statt, der acht Wochen dauerte. Der Fokus lag auf Missionsdesign, Antrieb, Orbitalmechanik und Systemen des Raumfahrzeugs. Weiterhin wurden Abläufe an Bord der ISS, Experimente, Kameratechnik und teamorientierte Szenario‑Übungen trainiert. Ergänzend gab es Feuerlösch‑ und Seesurvival‑Übungen.
Fortgeschrittene Module und Abschlussphase
Der dritte Block begann im März 2026 und umfasste erneut acht Wochen. Neben weiteren Sitzungen im Neutral‑Buoyancy‑Facility wurden virtuelle Realitätstrainingseinheiten für den Canadarm2 der ISS durchgeführt. Die Reservisten erhielten Einblicke in Startvorgänge, den gesamten Missionslebenszyklus sowie wissenschaftliche und Erdbeobachtungsaufgaben.
Ergebnis und Einsatzbereitschaft
Mit Abschluss des ART bildet die Astronautreserve nun einen flexiblen Pool von Astronauten, die über technisches, operatives und wissenschaftliches Know‑how verfügen. Sie können künftig in niedriger Erdumlaufbahn, bei kommerziellen Raumflügen und bei zukünftigen Erkundungsmissionen jenseits der Erdumlaufbahn eingesetzt werden.
Stimmen der Reservisten
„Die Verbindung von Forschung und Betrieb war beeindruckend“, sagte Sara GarcĂa Alonso. Meganne Christian betonte: „Die Robotik‑Übungen und das „Move Dive“ waren Highlights.“ Anthea Comellini fĂĽgte hinzu: „Die intensive Ausbildung stärkt nicht nur fachlich, sondern auch persönlich.“ John McFall bemerkte: „Das Programm verdeutlicht, wie viele Elemente zum menschlichen Raumflug gehören.“ Andrea Patassa sah die kontinuierliche Weiterentwicklung: „Jeder Block brachte neue Herausforderungen.“ Carmen Possnig verwies auf die Bedeutung von Extremsituationen: „Survival‑Übungen bereiten auf reale Notfälle vor.“ Arnaud Prost hob die System‑ und Team‑Flexibilität hervor. Amelie Schoenenwald lobte die Kombination aus wissenschaftlicher Tiefe und operativer Präzision. Aleš Svoboda schloss: „Von den Grundlagen bis zu integrierten Szenarien wird das gesamte Missionsbild greifbar.“
Dieser Bericht basiert auf Informationen von ESA, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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