USA: Astronomen entdecken mögliches Supernova‑Restobjekt im galaktischen Zentrum
Astronomen haben mithilfe von Daten des Chandra‑X‑Ray‑Observatoriums und des XMM‑Newton‑Satelliten ein mögliches Supernova‑Restobjekt im Zentrum der Milchstraße identifiziert. Die Entdeckung wurde in einer Studie im Astrophysical Journal veröffentlicht.
Ort und Umfeld
Das Objekt liegt etwa 26.000 Lichtjahre von der Erde entfernt, in der Nähe des supermassiven Schwarzen Lochs Sagittarius A* und in einem dichten Gas‑ und Magnetfeld‑Umfeld, das als Sagittarius C bezeichnet wird.
Beobachtungsdaten
Die X‑Ray‑Messungen zeigen ein helles „Blob“, das etwa zehnmal stärker strahlt als bekannte Sternhaufen. Radio‑Daten des MeerKAT‑Teleskops und optische Aufnahmen von Pan‑STARRS ergänzen das Bild.
Interpretation und Alter
Die Autoren schätzen, dass das mögliche Restobjekt mit einer Geschwindigkeit von rund zwei Millionen Meilen pro Stunde expandiert und ein Alter von mindestens 1.700 Jahren besitzen könnte. Alternativ könnte die Emission von einer Gruppe massereicher Sterne stammen, doch die Intensität spricht eher für ein Überbleibsel einer Supernova.
Bedeutung fĂĽr die Astrophysik
Supernova‑Reste verteilen Elemente wie Eisen, Sauerstoff und Silizium, die für die Entstehung von Planeten und Leben entscheidend sind. Ein solches Restobjekt in unmittelbarer Nähe zum galaktischen Kern liefert Einblicke in die Wechselwirkung zwischen Sternexplosionen und dem umgebenden interstellaren Medium.
Instrumente und Zusammenarbeit
Die Analyse kombinierte Daten aus Chandra, XMM‑Newton, MeerKAT, Pan‑STARRS und dem James‑Webb‑Weltraumteleskop, das Infrarot‑Emissionen aus der umgebenden H II‑Region zeigte.
Forschungsgruppe und Verwaltung
Die Studie wurde von Zhenlin Zhu und Mark Morris (University of California, Los Angeles), Gabriele Ponti (Istituto Nazionale di Astrofisica) und Ping Zhou (Nanjing University) durchgeführt. Das Chandra‑Programm wird vom Marshall Space Flight Center gemanagt, während das Chandra X‑Ray‑Center in Cambridge die wissenschaftlichen Operationen leitet.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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