Im August 2026 stehen mehrere astronomische Ereignisse an, die für Beobachter besonders interessant sind: Am 12. August ereignet sich eine totale Sonnenfinsternis, am selben Abend erreicht der Perseiden‑Meteorschauer seinen Höhepunkt, vom 14. bis 16. August ist die Venus in ihrer größten östlichen Elongation zu sehen, und Ende August, am 27. und 28., findet eine partielle Mondfinsternis statt.
Totale Sonnenfinsternis am 12. August
Der Schatten des Mondes zieht am 12. August über den Norden Russlands, Grönland, Island, den Norden Spaniens und einen kleinen Teil Portugals. In den Vereinigten Staaten, von Alaska bis North Carolina, ist die Finsternis partiell, wobei der Mond nur einen kleinen Teil der Sonnenscheibe bedeckt. Beobachter sollten ausschließlich zertifizierte Sonnenbrillen oder sichere Solarbeobachter‑Filter verwenden; normale Sonnenbrillen schützen nicht ausreichend.
Perseiden‑Meteorschauer
Der jährliche Perseiden‑Strom erreicht am Abend des 12. August bis in die frühen Morgenstunden des 13. August sein Maximum. Durch den gleichzeitig stattfindenden Neumond sind die Himmel besonders dunkel, was die Sichtbarkeit der Meteore erhöht. Beobachter sollten nach Einbruch der Dunkelheit nach Nordosten blicken, wo das Sternbild Perseus am Horizont erscheint, und dem Himmel etwa 30 Minuten Zeit zum Adaptieren geben.
Venus in größter östlicher Elongation (14.–16. August)
In den Nächten vom 14. bis 16. August steht die Venus tief im Westen nach Sonnenuntergang und erreicht ihre größte östliche Elongation. Das Objekt erscheint als helles, fast sternengleiches Licht, das jede andere Gestirn überstrahlt. Durch ein Teleskop lässt sich die Venus als halb beleuchtete Scheibe beobachten, vergleichbar mit einer kleinen Mondphase.
Partielle Mondfinsternis am 27./28. August
Der Vollmond wandert am 27. August in den Erdschatten und erzeugt bis zum 28. August eine partielle Mondfinsternis, die von weiten Teilen Nord‑ und Südamerikas sowie Teilen Europas und Afrikas aus sichtbar ist. Etwa 93 % des Monddurchmessers liegen im Kernschatten (Umbra), wodurch der Mond eine dunkle, leicht rostfarbene Tönung annimmt. Die Beobachtung ist mit bloßem Auge sicher; ein Fernglas oder ein kleines Teleskop liefert zusätzliche Details.
Sicherheits‑ und Beobachtungshinweise
Für die Sonnenfinsternis ist das Tragen von zertifizierten Schutzbrillen zwingend erforderlich. Beim Einsatz von Ferngläsern, Teleskopen oder Kameras muss ein spezieller Solarfilter vor das Objektiv gesetzt werden. Bei allen Ereignissen empfiehlt sich ein dunkler, offener Beobachtungsort sowie das Vorbereiten von Sitzgelegenheiten, um längere Beobachtungsphasen komfortabel zu gestalten.
Weitere Informationen und Ressourcen
Weitere Details, Karten und lokale Beobachtungszeiten finden Interessierte auf der NASA‑Webseite science.nasa.gov sowie im Night Sky Network. Die Informationen wurden von Raquel Villanueva vom Jet Propulsion Laboratory präsentiert.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
Ende der Uebertragung