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Bäuerlicher Saatgutwächter sichert über 200 Pflanzensorten im brasilianischen Caatinga
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AI GENERATED 31.05.2026 • 13:55 Umwelt, Energie und Ressourcen

Bäuerlicher Saatgutwächter sichert über 200 Pflanzensorten im brasilianischen Caatinga

Sonstige: Bäuerlicher Saatgutwächter sichert über 200 Pflanzensorten im brasilianischen Caatinga

Einzigartige Sammlungen im Nordwesten Minas Gerais

Im Norden des Bundesstaates Minas Gerais, im Dorf Touro, bewahrt ein 62‑jähriger Landwirt mehr als 200 verschiedene Saatgutarten. Die Sammlung umfasst Gemüse‑, Getreide‑ und Heilpflanzensorten und dient als lokales Rückgrat für die Ernährungssicherheit in der trockenen Caatinga‑Region.

Familientradition und frühe Prägung

Der Landwirt wuchs bereits im Alter von sieben Jahren auf den Feldern seiner Eltern auf. Die Familientradition, Felder wie einen Wald zu behandeln und zahlreiche Pflanzen gleichzeitig zu kultivieren, fĂĽhrte zu einer breiten Palette von Kulturen, darunter Reis, ErdnĂĽsse, Zuckerrohr, KĂĽrbis, Mais und Bohnen.

Vielfalt im Saatguthaus

Im eigenen Haus stehen Regale voller Gläser und Plastikflaschen, die Samen in allen Farben und Größen enthalten. Zu den dokumentierten Sorten gehören über 70 Bohnensorten, mehrere Maisvarianten wie weißer Mais, „coruja“‑Mais, schwarzer Crioulo‑Mais und weitere, sowie Samen für Wassermelone, Kürbis, Baumwolle und zahlreiche Heilpflanzen.

UnterstĂĽtzung durch regionale Programme

Die Initiative wird vom Programm „Eine Erde und zwei Wasser“ der Semi‑ariden‑Netzwerk‑Koalition sowie vom Zentrum für alternative Landwirtschaft im Norden Minas unterstützt. Diese Organisationen fördern agroökologische Praktiken und die Rechte traditioneller Gemeinschaften.

Herausforderungen durch Monokulturen und Klimawandel

Die Ausbreitung von Monokultur‑Betrieben, insbesondere Baumwollanbau, hat zu einer erhöhten Pestizidbelastung geführt. Der Landwirt berichtet von chemischen Sprühungen, die bis in die Luft dringen, sowie von kontaminiertem Flusswasser. Zusätzlich führt die fortschreitende Klimaerwärmung zu längeren Dürreperioden, die die Anbaubedingungen erschweren.

Rückgang des Caatinga‑Bioms

Zwischen 1985 und 2023 ging die natürliche Vegetationsdecke des Caatinga‑Bioms um 14,4 % zurück, das entspricht 8,6 Millionen Hektar. Noch verbleiben 59,6 % (51,4 Millionen Hektar). Gleichzeitig wuchs die landwirtschaftlich genutzte Fläche um 1,8 Millionen Hektar, wobei Pasturen um 112 % von 10,8 Millionen auf 22,9 Millionen Hektar zunahmen.

Zukunftspläne: Saatgutmuseum

Der Landwirt plant, das Saatguthaus zu einem Museum zu erweitern, um Besucher zu informieren und die Bedeutung von Familienlandwirtschaft zu betonen. Er hofft, dass das Museum das Bewusstsein für die Erhaltung einheimischer Sorten stärkt.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Global Voices, lizenziert unter Creative Commons BY. Offene journalistische Inhalte.

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