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Bedenken gegen KI‑gestützte Altersbestimmung bei asylsuchenden Kindern in Großbritannien
AI GENERATED 19.06.2026 12:25 Sicherheit, Verteidigung und Ordnung

Bedenken gegen KI‑gestützte Altersbestimmung bei asylsuchenden Kindern in Großbritannien

USA: Bedenken gegen KI‑gestĂĽtzte Altersbestimmung bei asylsuchenden Kindern in GroĂźbritannienDie Electronic Frontier Foundation und 62 weitere Organisationen haben den britischen Minister fĂĽr Grenzsicherheit und Asyl, Alex Norris, schriftlich…

USA: Bedenken gegen KI‑gestützte Altersbestimmung bei asylsuchenden Kindern in Großbritannien

Die Electronic Frontier Foundation und 62 weitere Organisationen haben den britischen Minister für Grenzsicherheit und Asyl, Alex Norris, schriftlich um Aufklärung gebeten. In dem Schreiben äußern sie ernsthafte Bedenken gegenüber dem geplanten Einsatz von Gesichtsaltersschätzung (Facial Age Estimation, FAE) zur Altersbestimmung von asylsuchenden Kindern ab dem Jahr 2027.

Diskriminierungspotenzial

Die Unterzeichner weisen darauf hin, dass die Technologie bereits nachweislich unterschiedliche Fehlerraten für verschiedene ethnische Gruppen aufweist. Studien belegen, dass die Genauigkeit bei Männern aus Osteuropa am höchsten ist, während Frauen und Personen mit dunkler Hautfarbe häufiger fehlerhafte Schätzungen erhalten. Der Hinweis der britischen Behörde, dass die Leistung von FAE je nach Ethnizität variieren könne, unterstreicht das Risiko systematischer Diskriminierung.

Messbare Ungenauigkeit

Die Behörde selbst hat eingeräumt, dass die Fehlerquote bei der Altersbestimmung von 16‑ bis 18‑jährigen Personen etwa 2,5 Jahre beträgt. Da genau diese Altersgruppe von der Technologie erfasst werden soll, könnte die Unsicherheit zu Fehlentscheidungen führen. Zusätzlich könnte der Stress, den asylsuchende Kinder häufig erleben, die physiologischen Merkmale verändern und die Messungen weiter verfälschen.

Rechtliche Unsicherheiten beim Umgang mit Daten

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Rechtsgrundlage für die Erhebung und Verarbeitung von Fotos und biometrischen Daten von Kindern. Es sei unklar, ob die Behörden oder die beauftragten Drittanbieter eine gültige Einwilligung eingeholt haben. Darüber hinaus fehlt Transparenz darüber, welche Bilddaten zum Training der Algorithmen verwendet wurden.

Mangel an Transparenz und PrĂĽfungen

Obwohl das Ministerium von umfangreichen Tests spricht, seien die Ergebnisse bislang nicht veröffentlicht worden. Weder ein Gleichstellungs- noch ein Datenschutz-Folgenabschätzung sei verfügbar, was die Überprüfung der behaupteten Leistungsfähigkeit erschwere.

Forderungen und Frist

Die Unterzeichner fordern detaillierte Antworten zu allen genannten Punkten und setzen der Behörde eine Frist von 21 Tagen für eine schriftliche Stellungnahme. Sie appellieren an die Behörden, die Informationen im Sinne einer transparenten und verantwortungsbewussten Entscheidungsfindung offenzulegen.

Ausblick

Die Diskussion um den Einsatz von FAE wirft grundlegende Fragen zur Verlässlichkeit von KI‑gestützten Entscheidungen im Asylverfahren auf. Beobachter erwarten, dass die Antworten der britischen Regierung die weitere Entwicklung und mögliche Regulierung ähnlicher Technologien beeinflussen werden.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Electronic Frontier Foundation, lizenziert unter Creative Commons Attribution 4.0 (CC BY 4.0). Offene journalistische Inhalte.

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