Die ESA‑JAXA‑Mission BepiColombo hat seit dem Start am 20. Oktober 2018 acht Jahre zurückgelegt und dabei rund 9,9 Milliarden Kilometer im inneren Sonnensystem zurückgelegt. Im September 2026 begann die Ankunft am Planeten Merkur, wobei das Transfermodul (MTM) vom übrigen Stapel getrennt wurde.
Zusammensetzung der Mission
Die Raumsonde besteht aus dem ESA‑Mercury Planetary Orbiter (MPO), dem JAXA‑Mercury Magnetospheric Orbiter (Mio) und dem Mercury Transfer Module (MTM), das die beiden Orbiter zum Ziel transportierte. Das Video zeigt Aufnahmen der drei Monitoring‑Kameras (M‑CAMs) am MTM, die während der gesamten Reise Bilder des eigenen Fluggeräts aufgenommen haben.
Flugmanöver und Entfernungen
Auf dem Weg zum inneren Sonnensystem absolvierte BepiColombo neun planetare Vorbeiflüge: einen an der Erde, zwei an der Venus und sechs an Merkur. Die Monitoring‑Kameras dokumentierten diese Vorbeiflüge, wobei die Aufnahmen nachträglich von Bildstreifen befreit wurden, die durch Licht während des Auslesevorgangs entstanden waren.
Trennung des Transfermoduls
Nach dem Abschluss der Transferphase trennte das MTM im September 2026 von den beiden Orbitalmodulen. Das MTM verfügt über keinen eigenen Computer und keine Antenne zur Erdkommunikation; es wird nun in einer Umlaufbahn um die Sonne weiterreisen, ohne erneut Merkur zu nähern.
Orbitereintritt und Zeitplan
Die beiden Orbiter sollen im November 2026 in die Umlaufbahn des Merkurs eintreten und am 9. – 10. Dezember 2026 voneinander getrennt werden. Ab diesem Zeitpunkt wird BepiColombo die erste Mission sein, bei der gleichzeitig zwei Raumfahrzeuge den Merkur umkreisen.
Bildmaterial und Datenaufbereitung
Die im Video gezeigten Szenen wurden aus den Aufnahmen der drei M‑CAMs zusammengesetzt und nachträglich so ausgerichtet, dass sie die jeweiligen Blickrichtungen der Kameras widerspiegeln. Die ursprünglichen Bilder enthielten häufig Lichtstreifen, die für das Video weitgehend entfernt wurden.
Zukünftige Flugbahn des MTM
Im späten Oktober 2026 wird das MTM voraussichtlich in einer Entfernung von etwa 130 000 Kilometern an Merkur vorbeifliegen, bevor es wieder in den interplanetaren Raum übergeht und dort unbegrenzt weiterzieht.
Verfügbarkeit von Rohdaten
Die unbearbeiteten M‑CAM‑Aufnahmen stehen ebenfalls zum Download bereit, um weiterführende Analysen zu ermöglichen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von ESA – Europäische Weltraumorganisation, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
Ende der Uebertragung